Aufruf zur Plakat-Aktion in Simmering! Ein Symbol für eine offene Gesellschaft.

Bekenne Farbe und komm!

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Wir stellen uns am Mittwoch, den 18. Mai um 17 Uhr als lebende Plakatständer für 15 Minuten vor die Norbert-Hofer-Wahlplakate in Simmering. Eine symbolische Aktion für eine offene Gesellschaft!

anlässlich der aktuellen politischen Situation und der neuen Siebdruckserie „Aufklärungsanlage“ von TOMAK

Wenn nicht heute, wann dann? In einer Zeit, in der in Europa der Rechtspopulismus Hochkonjunktur hat und das Ideal einer offenen Gesellschaft zu bröckeln droht, brauchen wir Leute, die die Flagge hieven. Im Prekariat der Ideenlosigkeit, des internen Parteikampfes und einer gehemmten Politik des Befriedens wird alles, was wir tun, politisch. Umgekehrt muss nicht nur die Kunst politisch werden, sondern die politische Diskussion ist zutiefst an eine Auseinandersetzung mit kulturellen Werten gebunden. Das Manifest ist für Künstler das ideale Medium, um Farbe zu bekennen und der Tristesse fehlender Zivilcourage etwas entgegen zu halten. Es ist wieder Zeit: „Indignez-vouz!“ (Stephane Hessel) „HODENLOSE FRECHHEIT!“ (TOMAK)
TOMAK bedient sich in seinen punkigen Pamphleten, seiner neongelben Siebdruckserie mit dem Titel „Aufklärungsanlage“ einer künstlerischen Unmittelbarkeit in Sprache und Bild. Seine provokativen Eruptionen zwischen Politik, Philosophie und Vision sind beißende Kommentare auf die Beobachtung aktueller, gesellschaftspolitischer Entwicklungen. Im Mittelpunkt der visuellen und textuellen Anklagen, die in der geistesgeschichtlichen Tradition von Friedrich Nietzsche zu verorten sind, und postulieren, dass es keinen Gott und auch keine sonstigen (Klein-)Geister gebe, steht die Verabschiedung von allen Formen der Autoritätsgläubigkeit: Auf Nimmerwiedersehen starker Mann und Führer!
Häufig geht es in TOMAKs Darlegungen um den Verlust von Wahrheit und Deutungshoheit. Unsere Welt ist nicht der Nabel des Alls und der Altruismus endet meist an der eigenen Haustür. Doch macht der Zentrumsverlust schwer zu schaffen und wir irren durch den Dschungel eines komplexen und pluralistischen Kosmos. Auf der Suche nach Lebenssinn lassen wir uns viel zu leichtfertig von alltäglichen Qualitätsversicherungen, Werbebotschaften und Gütesiegeln abspeisen. Dies sind die Kompensationshandlungen des Autonomieverlusts. TOMAK plädiert auf die emanzipatorische Idee, dass der Mensch sich selbst als Vernunftwesen begreife. „Der einzelne, das Individuum ist ‚gemeint‘ wie nie zuvor.“ (TOMAK 1. Mai, 2016)
Mehr denn je bedürfen wir den Aufklärungsanlagen. Erheben wir uns aus den Komfortzonen einer saturierten Kultur und bohren einen Stachel in das Fleisch der Gegenwart. „SCHNITZL FOR PRÄSIDENT! SCHLAGRING FÜR SIMMERING!“ (TOMAK)