Königstetten (NÖ): Waffennarr oder Neonazi?

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Es lie­gen noch weni­ge Erkennt­nis­se über jenen Mann vor, der vor weni­gen Tagen tot in einem Wald auf­ge­fun­den wur­de. Der Mann (37), der sehr zurück­ge­zo­gen in König­stet­ten (Bezirk Tulln) gelebt hat, hat­te offen­sicht­lich Selbst­mord began­gen. „Aus per­sön­li­chen Grün­den“, zitiert „Öster­reich“ irgend­wen. Bei einer Nach­schau in der Woh­nung des Toten wur­de ein gro­ßes Waf­fen­ar­se­nal gefunden.


Quel­le: Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Niederösterreich
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Bei einer von der Staats­an­walt­schaft ver­ord­ne­ten Haus­durch­su­chung wur­de fol­gen­des sicher­ge­stellt: „30 ille­ga­le Waf­fen, die teil­wei­se noch funk­ti­ons­tüch­tig waren, 60 Waf­fen, dar­un­ter Hieb- und Stich­waf­fen, Schlag­rin­ge, Schall­dämp­fer und ein Druck­luft­ge­wehr, außer­dem wur­de noch Kriegs­ma­te­ri­al gefun­den“, teil­te die Bezirks­po­li­zei­kom­man­dan­tin von Tulln dem ORF NÖ mit. Zum Kriegs­ma­te­ri­al zäh­len Gra­na­ten, Hand­gra­na­ten und Pan­zer­fäus­te sowie 2.000 Schuss Munition.


Quel­le: Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Niederösterreich
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Was die Waf­fen betrifft, so sind die Ermitt­ler mitt­ler­wei­le zu der Erkennt­nis gekom­men, dass sie teil­wei­se aus Wien kom­men. Was das Motiv des Toten für sei­ne Waf­fen­samm­lung betrifft, so will der „Kurier“(15.4.2016) von irgend­wo­her wis­sen, dass es sich um einen „Waf­fen­nar­ren gehan­delt haben“ dürf­te, „der im Lau­fe der Zeit sei­nem Hob­by immer mehr ver­fiel“. Der ORF wid­met sich einer ande­ren Theo­rie: „Nun wird über­prüft, ob der Mann mög­li­cher­wei­se Kon­tak­te zur Neo­na­zi-Sze­ne in Wien hat­te, nach Anga­ben des Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz gibt es aber dafür noch kei­ne Bewei­se“.