Krems (NÖ): Geldstrafe für Nazispruch

Der Unter­schied ist auf­fäl­lig: in Wels wurde am Dien­stag, 23.Februar, ein junger Mann (23) wegen eines nazis­tis­chen und anti­semi­tis­chen Post­ings zu einem Jahr bed­ingt und ein­er unbe­d­ingten Geld­strafe verurteilt, in Krems wurde am gle­ichen Tag ein zweifach­er Vater (21) zu ein­er Geld­strafe von 2.160 Euro verurteilt, weil er in der Face­book-Gruppe „Asylchaos stop­pen“ ein Bild von Hitler mit dem Text „Ein­fach ver­gasen“ gepostet hatte.

Wie der „Kuri­er“ berichtet, wurde auch das Handy des Angeklagten einge­zo­gen – als Tatwerkzeug. „Ich wollte nicht zu Massen­mord aufrufen“, war seine eher dürftige Ver­ant­wor­tung vor Gericht, was die Rich­terin zu der Rep­lik ver­an­lasste, dass schon ein einziger Mord zuviel sei. Und daher auch ein Aufruf zum Vergasen.

Der „Kuri­er“ hat sich – anders als anscheinend die Ermit­tler – noch etwas genauer umge­se­hen und her­aus­ge­fun­den, dass die Behaup­tung des Angeklagten, wonach er sei­ther kaum mehr auf Face­book unter­wegs sei, nicht den Fak­ten entspricht. Weil er „in Wahrheit zumin­d­est Zwei­deutiges postete“ (Kuri­er), kön­nte es noch ein gerichtlich­es Nach­spiel geben.