Linz: Brandanschläge auf Roma-Lager

In den let­zten Tagen gab es zwei Bran­dan­schläge auf Zelt­lager von Roma, die auf dem Gelände der VÖEST kampierten, Der erste Anschlag passierte am Nach­mit­tag des 14. Feb­ru­ar – dabei wur­den 15 Zelte in Brand gesteckt. Am 16. Feb­ru­ar erfol­gte dann der zweite Bran­dan­schlag, bei dem fünf Zelte in Brand geset­zt wur­den. Eher bek­lem­mend: mit Aus­nahme von „Öster­re­ich“ (19.2. 16, OÖ-Aus­gabe) gab es bis­lang keine medi­ale Berichter­stat­tung dazu.

Dabei gehen die Ermit­tler von ein­er geziel­ten Aktion aus: „Das war keine spon­tane alko­holgeschwängerte Aktion, son­dern gezielt“, so ein Ermit­tler zu „Öster­re­ich“. Die Betrof­fe­nen sind rund 70 Roma aus Sieben­bür­gen, größ­ten­teils Fam­i­lien, die laut „Öster­re­ich“ in Linz auf den Arbeitsstrich gehen bzw. bet­teln. Ver­sorgt wer­den sie von kirch­lichen Organ­i­sa­tio­nen und der Bet­tel­lob­by, die den Vor­fall als einen „neuen trau­ri­gen Höhep­unkt in ein­er lan­gen Geschichte der Dif­famierun­gen und der Het­ze Het­ze gegen Notreisende und bet­tel­nde Men­schen in Oberöster­re­ich“ bezeichnete.