Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

ÖVP Wien: „Katholische Kupplerin“ und radikale Abtreibungsgegnerin im Gemeinderat

Für die ÖVP Wien kandidierte am 13. Platz eine Frau, die schon mehrmals versucht hat, mit einem Vorzugsstimmenwahlkampf ein Mandat zu erhalten. Diesmal hat es geklappt. Gudrun Kugler (39), die sich als vehemente Abtreibungsgegnerin und „Pro Life“-Aktivistin einen Namen gemacht hat, zieht in den Wiener Landtag (und Gemeinderat) ein. Als sie 2005 zum ersten Mal kandidierte, gab es heftige Proteste aus der SPÖ und von den Grünen. Aber auch in den eigenen Reihen war ihre Kandidatur umstritten.

13. Okt. 2015

Der für die Gemeinderatswahl 2015 von der ÖVP innerparteilich beschlossene Vorzugsstimmen-Modus hat Gudrun Kugler trotz eines katastrophalen Wahlergebnisses (7 statt 13 Mandate) einen Platz im Gemeinderat beschert. Kugler, die auf Platz 13 gereiht war, schaffte mit 2.276 Vorzugsstimmen, was ihr 2005 mit 2.413 bzw. bei der Nationalratswahl mit 3.943 Vorzugsstimmen noch verwehrt war: ein Mandat. Die Wiener ÖVP wollte die katholische Fundamentalistin offenbar fast um jeden Preis im Gemeinderat haben.


„Lebensschützer“ Fischer unterstützt Gudrun Kugler

Das war bei ihrem ersten Antreten 2005 noch nicht so. Kugler, die damals als Parteilose auf der ÖVP-Liste kandidierte, wurde von diversen Abtreibungsgegnern, „Lebensschützern“ und deren Organisationen bei ihrem Vorzugsstimmen-Wahlkampf unterstützt. Mit einem „Gebets-Sturm“ und einem Flyer wollte etwa der radikale Abtreibungsgegner Dietmar Fischer die „großartige Pro-Life-Kandidatin“ unterstützen. Anonyme UnterstützerInnen waren dabei wenig zimperlich, berichtete damals der „Standard“ (18.10. 2005): „Im Internet kursiert ein Plakatsujet, das der laufenden Wahlkampagne der SPÖ nachgestellt wurde. Darauf zu sehen: ein abgetriebener Embryo sowie der Slogan: ‚Wählen wir Abtreibung. Wählen wir Mord.‘ Darunter befindet sich ein Foto von Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ).“

Nach heftigen Protesten von SPÖ und Grünen gab es dann eine Distanzierung nach freiheitlicher Art durch Kugler. Mit Stil und Inhalt der im Bezirk kursierenden Postwurfsendungen und Flugblätter habe sie nichts zu tun, manche Unterstützer hätten ohne ihr Wissen „militante oder unadäquate Texte ausgesandt“, beklagte sie in einer Presseaussendung. Bei dem Plakatsujet im Internet ging sie aber sofort in den Angriffsmodus über und dachte laut darüber nach, dass radikale Abtreibungsbefürworter hinter dem Sujet stehen könnten: „Ich kann mir nicht vorstellen, wer in Österreich so etwas tun könnte und lehne auch jede Zusammenarbeit mit so einer Kampagne ab. Es ist leider durchaus möglich, dass dieses email-Inserat von radikalen Abtreibungsbefürwortern zur Provokation ins Netz gestellt wurde.“ (OTS-Aussendung zit. nach derstandard.at, 19.10.05)

Angesichts des Umstandes, dass radikale Abtreibungsgegner und „Lebensschützer“aus Österreich hinter der mittlerweile versunkenen Hetzseite „kreuznet“ standen, eine ziemlich freche Verdrehung der Fakten!


„Lebensschützer“ Fischer unterstützt Barbara Rosenkranz (auf kreuznet)

Schon 2004 hatte Kugler bei einem Kongress der „Weltjugendallianz“ deutlich gemacht, dass sie selbst zu den radikalen AbtreibungsgegnerInnen zu rechnen ist. „Falsche Ideen töten: gerade das muss unsere Generation aus dem 20.Jahrhundert mit seinen 120 Millionen aus politischen Gründen Getöteten lernen“ (APA, 7.11.2004), erklärte sie damals und vermengte so den systematischen Massenmord der Nazis, die stalinistischen Morde und Hungertoten mit der Abtreibungsfrage.

Die Juristin und Theologin Kugler ist auch Gründerin des Partnerdienstes „KathTreff“, einer katholischen Single-Börse im Internet, bei der gläubige Singles gegen Geld (Jahresbeitrag: 79 Euro) andersgeschlechtliche gläubige Singles anbaggern können. Mit Fragen wie „Was bedeutet Ihnen Gott?“, „Welches Gebet beten Sie am liebsten?“ oder „Welcher Heilige beeindruckt Sie am meisten und warum?“ (Die Neue, 14.6.05), aber auch der Beschränkung auf Singles, die kirchenrechtlich heiraten können, wurde von Beginn an für rechte Selektion gesorgt.

Was die „katholische Kupplerin“ (APA) Kugler mit ihren Positionen (gegen strengere Gleichbehandlung, gegen Sexualaufklärung, gegen angebliche Christendiskriminierung in Europa und natürlich gegen die Fristenlösung) im Wiener Gemeinderat bewirken will, ist unklar. Als im November 2013 eine „Pro Life“ Kundgebung vor der Wiener ÖVP-Zentrale stattfand, mit der ein weiteres „Gebetsfasten“ des „Lebensschützers“ Josef Preßlmayer gegen die angeblich lasche Haltung der ÖVP zur Fristenlösung unterstützt wurde, geriet auch Kugler in die Kritik, weil sie ein Mail nicht beantwortet hatte. Bei der Gemeinderatswahl 2015 haben die radikalen „Lebensschützer“ aber Kugler wieder unterstützt.


Preßlmayer im Hungerstreik

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Demonstration/Kundgebung | ÖVP | Rechtskonservatismus/Rechtskatholizismus | Veranstaltung | Wien

Beitragsnavigation

« St.Pölten: 6 Jahre Haft für den Neonazi Rüssel
Straches Wunsch: Arbeitsdienst um acht Uhr früh »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter