Feldkirch/Dornbirn: „Brennt, ihr Schweine!“

Dorn­birn, am 10. Jän­ner 2015: Drei junge Leute wollen in die Innen­stadt, um sich einen net­ten Abend zu machen. Ein­er der Nachtschwärmer, bericht­en die „Vorarl­berg­er Nachricht­en“, war Fran­zose, an seinem Akzent erkennbar. Da tritt der Angeklagte auf den Plan, schre­it „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“, schüt­tet den zwei Män­nern Feuerzeug-Ben­zin über Klei­dung und Kopf und ver­sucht sie anzuzün­den. Deshalb stand er jet­zt vor dem Lan­des­gericht in Feldkirch.

„Bren­nt, ihr Schweine“, habe er geschrien, als er ver­suchte, die bei­den Män­ner anzuzün­den. Das Feuerzeug, das er sich aus­gerech­net von der Beglei­t­erin der bei­den Män­ner aus­ge­borgt hat­te, ver­sagte aber zum Glück.

Am Mittwoch, 7. Okto­ber, stand der Angeklagte vor dem Lan­des­gericht Feld­kirch wegen des Ver­brechens der absichtlich schw­eren Kör­per­ver­let­zung. Warum die Staat­san­waltschaft im Ermit­tlungsver­fahren den Ver­dacht der nation­al­sozial­is­tis­chen Wieder­betä­ti­gung aus­geschieden hat? Das wird nicht klar aus den Medienberichten.

Vor Gericht bestritt der Angeklagte den Vor­fall – es sei lediglich zu ein­er ver­balen Auseinan­der­set­zung gekom­men. Für den Angeklagten, der schon 17 Vorstrafen aufweisen kann, war eines klar: „Ich bin nur deshalb im ganzen Land so ver­has­st, weil ich so intel­li­gent bin.” (VN)

Erst im Juli war der Angeklagte zu sechs Monat­en Haft verurteilt wor­den. Dieses Urteil ist allerd­ings noch nicht recht­skräftig, weil das Ober­lan­des­gericht Inns­bruck noch nicht über die Beru­fung entsch­ieden hat. Aus einem anderen Ver­fahren sind aber noch vier Haft­monate wegen gefährlich­er Dro­hung und Wider­stand gegen die Staats­ge­walt offen. Wegen der Bran­dat­tacke wurde er zu 18 Monat­en Haft verurteilt. Ins­ge­samt würde seine Haft zunächst ein­mal 22 Monate betra­gen, aber auch das neue Urteil ist noch nicht recht­skräftig.