Linz: Freispruch wegen Filmriss

Im Novem­ber des Vor­jahres hat der Angeklagte (22) in einem Lokal in St. Oswald bei Freis­tadt mehrmals „Heil Hitler“ gerufen – so die Anklage. Als die Kell­ner­in hat­te den Fendrich-Hit „I am from Aus­tria“ auflegte, rastete der junge Müh­lviertler aus. Deswe­gen musste er sich am Don­ner­stag, 17.9., vor einem Geschwore­nen­gericht in Linz wegen NS-Wieder­betä­ti­gung verantworten.

„Ich hat­te einen Film­riss, ich kann mich nicht mehr erin­nern”, erk­lärte er laut OÖN dem Richter. Nach­dem auch der Staat­san­walt vom „Zus­tand voller Berauschung“ beim Angeklagten aus­ge­gan­gen war, die Polizei bei ein­er frei­willi­gen Nach­schau in sein­er Woh­nung nichts Verdächtiges find­en kon­nte und der Angeklagte auf eine Frage seines Vertei­di­gers zur Asylkrise antwortete, dass den Flüchtlin­gen viel mehr geholfen wer­den sollte, entsch­ieden die Geschwore­nen auf Freis­pruch. Der ist noch nicht rechtskräftig.