Linz: Teufelskopf statt SS-Tattoo

Eigentlich war’s der Brud­er. Der hat das Foto gemacht und dann auf Face­book gestellt, Der Angeklagte (31) hat damals bei einem Fußball­turnier nur sein Hemd aus­ge­zo­gen und damit seinen Ober­arm ent­blößt — und der Brud­er hat ‚Klick‘ gemacht. Jet­zt hat das Lan­des­gericht bei einem Prozess wegen Wieder­betä­ti­gung noch ein­mal ‚Klick‘ gemacht und den Angeklagten zu 20 Monat­en Haft, davon 6 unbe­d­ingt, verurteilt.

Die Strafe wirkt hart. Dabei ist allerd­ings zu berück­sichti­gen, dass sich der Angeklagte schon früher ein­schlägig wieder­betätigt hat. Außer­dem muss man davon aus­ge­hen, dass sich die Ermit­tlungs­be­hörde bei den Beweisen für die Anklage auf das konzen­tri­ert, was sozusagen hieb- und stich­fest ist. Im konkreten Fall auf ein stich­festes Tat­too am Ober­arm, das die SS-Runen zeigte. Aber selb­st Stich­festes lässt sich verän­dern, wie der Angeklagte betonte: „Inzwis­chen habe er sein SS-Tat­too in „eine Art Teufel­skopf“ umstechen lassen“ (OÖN, 17.7.2015)