Wunsiedel (BRD) : Rechts gegen Rechts

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Seit dem Sui­zid von Rudolf Heß, dem Hit­ler-Stell­ver­tre­ter, im August 1987 mar­schie­ren die Neo­na­zis jähr­lich in Wun­sie­del (Ober­fran­ken) auf. Dort wur­de Heß begra­ben. Seit Jah­ren weh­ren sich Wun­sie­dels Bür­ger gegen den Auf­marsch der Neo­na­zis. Heu­er beson­ders erfolg­reich: sie lie­ßen die Neo­na­zis mar­schie­ren gegen Rechts: ein Spen­den­marsch für den Aus­stieg aus der Neonazi-Szene!

Die Marsch­stre­cke der Neo­na­zis war her­vor­ra­gend prä­pa­riert wor­den – mit auf­mun­tern­den Sprü­chen wie „Wenn das der Füh­rer wüss­te“ und Boden­mar­kie­run­gen, die zeig­ten, wie­viel Geld die Neo­na­zis durch ihren Marsch schon für das Aus­stiegs­pro­jekt „Exit“ gespen­det hat­ten. Sogar für die phy­si­sche Labung der ver­dutz­ten Nazi-Kame­ra­den war gesorgt wor­den. Unter einem Pla­kat mit dem Spruch „Mein Mampf“ wur­den Bana­nen ange­bo­ten – aber die Neo­na­zis wur­den von ihren eige­nen Kame­ra­den am Zugriff gehin­dert. Das Video „Rechts gegen Rechts“, mitt­ler­wei­le von über einer Mil­li­on Men­schen ange­klickt, ist qua­si „offi­zi­ell“, das Video von Felix Ben­ne­cken­stein und Mo Her­nan­dez („Spit­zel, Spen­den & Bana­nen“) ist aber auch sehenswert!

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