Wien: Randale vor jüdischem Tempel

Ob Markus G. (51) tat­säch­lich ein „Hells Angel“ ist? Jeden­falls trug er ihre Kutte, als er in der Nacht auf Sam­stag in der Wiener Seit­en­stet­ten­gasse mit einem Mess­er herum­fuchtelte, Pas­san­ten bedro­hte und aus­län­der­feindliche bzw. anti­semi­tis­che Parolen brüllte. Auch die von den Pas­san­ten alarmierte Polizei hat­te ihre Schwierigkeit­en mit dem Betrunk­e­nen, bevor sie ihn verhaftete.


Die Seit­en­stet­ten­gasse mit dem Stadttempel
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In der Seit­en­stet­ten­gasse befind­et sich auch der Stadt­tem­pel und die Israelitis­che Kul­tus­ge­meinde. Der pöbel­nde Kut­ten­träger hat sich ver­mut­lich nicht zufäl­lig diesen Ort aus­ge­sucht, um seine anti­semi­tis­chen und ras­sis­tis­chen Parolen loszuw­er­den und zu ran­dalieren. Als die Polizei ihn auf­forderte, das Mess­er wegzule­gen, ging er „mit dem Mess­er in der Hand auf die Beamten zu und dro­hte ihnen damit, dass er sie töten werde“ (Kuri­er, 5.10.2014).

Die Beamten über­wältigten den Mann in der Folge trotz heftiger Gegen­wehr, kon­nten aber keinen Alkotest durch­führen. Markus G. ist laut „Kuri­er“ schon ein­schlägig vorbe­straft und auf Bewährung auf freiem Fuß – gewe­sen, denn jet­zt sitzt er zunächst ein­mal in Haft. Er wird wegen gefährlich­er Dro­hung, Wider­stands gegen die Staats­ge­walt und Ver­stoßes gegen das Waf­fenge­setz angezeigt.