Innsbruck: Rassistische Randale im Bus

Bei Fahrkartenkontrollen kommt es des öfteren zu heftigen Begegnungen zwischen Kontrollierten und Kontrolleuren. Den beiden Kontrolleuren der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), die in der Buslinie „R“ eine Schwarzfahrerin erwischten, wurde von den anderen Fahrgästen allerdings ein deeskalierendes Verhalten bescheinigt. Sie waren von der Frau rassistisch beschimpft und attackiert worden.

Die junge Frau (22), die sich vor dem Landesgericht Innsbruck wegen schwerer Körperverletzung verantworten musste, war beim Schwarzfahren erwischt worden und verweigerte die Ausweisleistung. Vor Gericht verantwortete sie sich mit einer familiären Notsituation und Notwehr: sie sei von den Kontrolleuren nicht verstanden und bedrängt worden.

Die aufgerufenen Zeugen hatten andere Erinnerungen an den Vorfall: die beiden Kontrolleure mit Migrationshintergrund seien ohne Anlass rassistisch beschimpft, bespuckt und dann auch heftig attackiert worden. Die physischen Folgen für die Kontrolleure: ein Bänderriss und blaue Flecken durch den Biss.

Die juristischen Folgen für die Angeklagte: zehn Monate Haft. Weil aber auch eine ältere, bedingte Haftstrafe noch offen war, summiert sich die Haftstrafe auf insgesamt 25 Monate –unbedingt.

(Quelle: Tiroler Tageszeitung, 21.11.2013)