Rechtsradikalismus in Österreich – präsent und verdrängt

Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr
Grünes Bezirk­slokal, 1200 Wien Han­nover­gasse 13

Am Podi­um:

  • Karl Öllinger – Abg. z. Nation­al­rat, grün­er Sozialsprecher
  • Andreas Peham – Doku­men­ta­tion­sarchiv des öster­re­ichis­chen Widerstandes
  • Uwe Sail­er – Polizist, Antifaschist, Ute Bock-Preisträger
  • Mod­er­a­tion:

  • Char­ly Schall — Bezirk­srat der Grü­nen Brigittenau
  • Recht­sradikalis­mus ist in Öster­re­ich keine gesellschaftliche Ran­der­schei­n­ung, son­dern auch in unseren Insti­tu­tio­nen ange­siedelt und verankert

    Spätestens seit Jörg Haiders Sager von der „ordentlichen Beschäf­ti­gungspoli­tik im Drit­ten Reich“ (1991) und zahlre­ich­er ver­baler Rechts-Ent­gleisun­gen von FPÖ-Poli­tik­ern ist offenkundig, dass sich Recht­sex­trem­is­mus in Östere­ich nicht nur an den gesellschaftlichen Rän­dern abspielt, son­dern auch in unseren Par­la­menten. Recht­sex­treme „Burschen­schaften“ sor­gen im akademis­chen Bere­ich für die Ver­bre­itung ihres vorgestri­gen Gedankengutes und bilden starke Net­zw­erke, die Ein­luss nehe­men auf gesellschaftliche und poli­tis­che Institutionen.

    Was sich an den gesellschaftlichen „Rän­dern“ abspielt wird oft ignori­ert oder herun­terge­spielt. Lange hat es gebraucht, bis etwa der krim­inellen Neon­azi-Gruppe „Objekt 21“ in Oberöster­re­ich das Handw­erk gelegt wurde oder die Betreiber der Nazi-Home­page „Alpen-Donau.info“ vor Gericht und hin­ter Git­tern lan­de­ten. Und in Deutsch­land kon­nten die Leute vom soge­nan­nten „nation­al­sozial­is­tis­chen Unter­grund“ (NSU) über ein Jahrzehnt lang unges­traft mor­den und rauben, obwohl sie im Visi­er des deutschen Ver­fas­sungss­chutzes standen – was einem Totalver­sagen der dor­ti­gen Exeku­tive gleichkommt.

    Welche realen Gefahren gehen in Öster­re­ich vom Recht­sex­trem­is­mus aus?
    Wer steckt hin­ter den recht­sex­tremen Umtrieben?
    Sind Jus­tiz und Exeku­tive auf dem recht­en Auge blind?
    Wie kann dem Recht­sex­trem­is­mus ent­ge­gen getreten wer­den und welchen Beitrag kön­nen Parteien und Zivilge­sellschaft dazu leisten?

    Diesen und anderen Fra­gen wollen wir mit unseren span­nen­den Podi­ums­gästen nachgehen.