FPÖ OÖ: Schwierige Situation

Es vergeht derzeit kein Tag ohne Neuigkeiten über die braunen Ränder der FPÖ in Oberösterreich. Der FPÖ-Gemeinderat aus Aurolzmünster ist jetzt doch zurückgetreten, nachdem er vor zwei Monaten schon gesagt hat, dass er zurücktritt. Manches dauert einfach länger- vielleicht kommt auch noch der Rücktritt von Detlef Wimmer, dem Linzer Stadtrat der FPÖ? Er wäre schon längst fällig!

Der Reihe nach: Michael Gruber, Gemeinderat der FPÖ in Aurolzmünster, legt jetzt sein Mandat zurück, nachdem er vor zwei Monaten wegen der Vorwürfe gegen ihn schon aus der FPÖ ausgetreten ist.

In einem Bericht von „Österreich“ erklärte der Bürgermeister von Aurolzmünster, dass Gruber nach wie vor als Fraktionschef und Gemeinderat der FPÖ aktiv sei: „Es ist alles beim Alten, nur sein Gesicht ist von der FPÖ-Homepage verschwunden“ (Österreich, 23.4.2013). Das gab kein besonders gutes Bild und deshalb erklärte Gruber gestern, er trete jetzt wirklich zurück. Die FPÖ Oberösterreich konnte erleichtert erklären: „Er trägt damit der schwierigen Situation, in der sich er und seine Familie befinden, Rechnung“.

Wir können bestätigen: das Gesicht ist verschwunden, aber Gruber wird auch nach seinem zweiten Rück- bzw. Austritt als Fraktionsobmann der FPÖ Aurolzmünster geführt. Vermutlich ist der Administrator überfordert und wir nehmen einmal an, es klappt schon noch. Schließlich ist ja vor allem die FPÖ OÖ in einer schwierigen Situation! Der Gemeinderat von Aurolzmünster ist ja nur ein Teil des Problems!

Für den größeren Brocken ist der Linzer Stadtrat Detlef Wimmer verantwortlich. Der bewegt sich noch immer nicht. Jetzt gibt es neue Vorwürfe. Der Blog RFJ-Watch berichtet in einem neuen Beitrag über den Facebook- und Parteifreund von Wimmer, Norbert Geroldinger, der den Detlef etwas aufmuntern will, auf seinem eigenen Facebook-Konto aber „braune Verschwörungstheorien“ verbreitet.

Nicht genug damit, mischt sich auch noch der Blog Bawekoll in die Wimmer-Debatte ein und weist dabei auch auf einen älteren Beitrag zu Wimmer hin, in dem dessen VAPO-Mitarbeiter thematisiert wird.

Wir merken da ganz dezent an, dass die Probleme der FPÖ OÖ nicht geringer werden, wenn bei dem einen Funktionär der FPÖ dessen VAPO- und NPD-Kontakte zum Rücktritt führen und bei dem anderen dessen VAPO- und BFJ-Kontakte keine Rolle zu spielen scheinen.