Freiheitliche und Kriminalität: BZÖ holt auf!

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Im frei­heit­li­chen Kri­mi­na­li­täts-Ran­king hat das BZÖ wich­ti­ge Punk­te sam­meln kön­nen. Die Bezirks-Obfrau des BZÖ Spittal/Drau, Nadi­ne Amla­cher steht unter dem Ver­dacht des schwe­ren gewerbs­mä­ßi­gen Dieb­stahls sowie des ver­such­ten und teil­wei­se voll­ende­ten schwe­ren Betrugs. Die Staats­an­walt­schaft hat gegen Amla­cher Ankla­ge erho­ben. Das ist aber noch nicht alles.

Bei den Som­mer­ge­sprä­chen 2012 hat­te BZÖ-Chef sei­ne stren­gen Regeln bei Kor­rup­ti­ons­fäl­len im BZÖ ange­prie­sen und ange­kün­digt, dass alle, die ange­klagt wer­den, ihre Ämter räu­men müs­sen. Die Nach­fra­ge, war­um das nicht für bereits ver­ur­teil­te Man­da­ta­re auch gilt, konn­te er nicht wirk­lich über­zeu­gend beantworten.

Die­ses Pro­blem hat Bucher jetzt schon wie­der. Denn die jetzt ange­klag­te Bezirks­po­li­ti­ke­rin und Frau­en­re­fe­ren­tin des BZÖ Kärn­ten ist im Juni 2010 schon ein­mal ver­ur­teilt wor­den: wegen schwe­ren gewerbs­mä­ßi­gen Betrugs und Ver­un­treu­ung zu 15 Mona­ten – bedingt auf drei Jahre.


Die Sei­te mit Nadi­ne Amla­cher als „Bezirks­bünd­nis­ob­frau Spit­tal an der Drau” ist nur noch im Cache von Goog­le zu finden
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Damals ging es um eine Sum­me von ins­ge­samt über 31.000 Euro, die sie als Ange­stell­te eines Unter­neh­mens abge­zweigt und auf ein Pri­vat­kon­to ihres Lebens­ge­fähr­ten umge­lenkt hat­te. Als erschwe­rend wer­te­te damals damals das Lan­des­ge­richt Kla­gen­furt „die beson­de­re kri­mi­nel­le Ener­gie im Vor­ge­hen“, die Unbe­schol­ten­heit wirk­te sich damals noch straf­min­dernd aus.

Im Fal­le einer neu­er­li­chen Ver­ur­tei­lung wür­de die beding­te Stra­fe zuge­rech­net. Amla­cher spricht von einem Rache­akt und gibt sich über­zeugt, „dass sich die Sache in Luft auf­lö­sen wird“ (Woche–Kärnten, 12.9.2012).

Bucher hat die Funk­tio­nä­rin jetzt aller ihrer Funk­tio­nen ent­ho­ben und die Mit­glied­schaft „bis zur voll­stän­di­gen Klä­rung aller Vor­wür­fe ruhend gestellt“ (standard.at).

War­um die Funk­tio­nä­rin nach ihrer Ver­ur­tei­lung 2010 über­haupt im Amt blei­ben konn­te, wird dadurch aller­dings nicht beant­wor­tet von Bucher.

Einen ande­ren frü­he­ren BZÖ- Akti­vis­ten und Kan­di­da­ten für den Natio­nal­rat braucht Bucher nicht mehr von sei­nen Ämter zu ent­he­ben. Mit dem Man­dat wur­de es nichts 2008 und weni­ge Tage nach den Wah­len wur­de Erich F. wegen ver­such­ter Ver­ge­wal­ti­gung, schwe­ren sexu­el­len Miss­brauchs usw. zu vier Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Wegen eines Gut­ach­tens, das ihm Klaus­tro­pho­bie und Depres­sio­nen zubil­lig­te, muss­te er kei­nen Tag Haft absit­zen und nutz­te die Gele­gen­heit, um neu­er­lich ein­schlä­gig straf­fäl­lig zu wer­den. Jetzt steht er neu­er­lich als Ange­klag­ter vor dem Lan­des­ge­richt Wie­ner Neu­stadt, das die Haupt­ver­hand­lung ver­tagt hat und unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit weiterführt.