Sierndorf (NÖ): Mit Eisenstangen schwer verletzt

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Der Vor­fall liegt schon mehr als eine Woche zurück. In der Nacht von Sonn­tag auf Mon­tag, 21. Mai wur­de Nir­mal S.B., ein Lie­fe­rant indi­scher Her­kunft, am Bahn­hof von Siern­dorf (Bezirk Kor­neu­burg, NÖ) von vier Jugend­li­chen mit Eisen­stan­gen bru­tal zusam­men­ge­schla­gen und schwers­tens verletzt.

Der Lie­fe­rant woll­te nur sei­nen Job erle­di­gen, als er plötz­lich von vier Jugend­li­chen umringt wur­de, die ihn mit blo­ßen Fäus­ten und Eisen­stan­gen zusam­men­schlu­gen. Die Täter lie­ßen den Schwerst­ver­letz­ten am Boden lie­gend zurück . Nir­mal B. S. konn­te sich noch auf die Poli­zei­in­spek­ti­on schlep­pen und wur­de von dort ins Spi­tal gebracht. Das Gra­tis­blatt „Heu­te“ berich­te­te kurz über den bru­ta­len Überfall:

„Sogar lang­jäh­ri­ge Sani­tä­ter gaben sich gegen­über „Heu­te“ geschockt. Für sie ist klar: Das war eine ras­sis­ti­sche Atta­cke“ (Heu­te, 23.5.2012)

Die „NÖN“ berich­tet jetzt in ihrer Bezirks­aus­ga­be für Kor­neu­burg-Sto­cker­au etwas aus­führ­li­cher und befragt auch den Bür­ger­meis­ter. Offen­sicht­lich ist es in Siern­dorf schon zuvor zu einer Akti­on von Alpen-Donau-Nazis gekom­men, geht aus dem Bericht der „NÖN“ her­vor. Der Bür­ger­meis­ter will nichts von Rechts­extre­men oder Neo­na­zis in sei­ner Gemein­de wissen:

„Auf die Fra­ge, ob er sich vor­stel­len kann, dass es eine rechts­ra­di­ka­le Zel­le in Siern­dorf gibt, spe­zi­ell in Anspie­lung auf die „Alpen-Donau“-Homepage-Schriftzüge in Siern­dorf, reagier­te er mit Ableh­nung und beton­te, dass Siern­dorf so trans­pa­rent ist, dass sich so etwas nicht ent­wi­ckeln kön­ne“. (NÖN, 30.5.2012)

Wir sind uns da nicht so sicher und bit­ten drin­gend um Wahr­neh­mun­gen, Berich­te bzw. Fotos zu even­tu­el­len rechts­extre­men Akti­vi­tä­ten in der Region!

NÖN — Jugend­ban­de prü­gel­te Inder mit Eisenstange