Burschenschafter gegen Neonazis

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Die Über­schrift ist etwas unge­wöhn­lich – aber es gibt sie wirk­lich, die Bur­schen­schaf­ter, die gegen die Neo­na­zis in ihren Rei­hen mobi­li­sie­ren. Mit wel­chem Ergeb­nis, wird sich schon bei dem Bur­schen­tag 2012 der Deut­schen Bur­schen­schaft zei­gen, der in die­sen Tagen (30.5. – 3.6. 2012) in Eisen­ach abge­hal­ten wird.


„Bur­schen­schaf­ter gegen Neonazis”
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Es ist jeden­falls kein gewöhn­li­cher Bur­schen­tag, der die­ses Jahr statt­fin­det. Aber das war auch der im Vor­jahr nicht, wo über den Arier­pa­ra­gra­fen gestrit­ten wurde.

Die Initia­ti­ve Bur­schen­schaf­ter gegen Neo­na­zis, die sich im Vor­feld des heu­ri­gen Bur­schen­tags gegrün­det hat und aus ca. 20 Bur­schen bzw. Alten Her­ren besteht, hat jeden­falls im Vor­feld des Bur­schen­tags ihre For­de­rungs­lis­te ver­öf­fent­licht, in der unter ande­rem auch der Rück­tritt von Mar­tin Graf als Drit­ter Prä­si­dent und die Abschaf­fung der Bur­schen­schaft­li­chen Blät­ter, des Ver­bands­or­gans der DB, gefor­dert wird.


Pla­kat der Initia­ti­ve zum heu­ri­gen Bur­schen­tag in Eisenach

Die Bur­schis muss­ten der Stadt­ge­mein­de Eisen­ach heu­er sogar ihre Red­ner­lis­te vor­le­gen. Die Stadt­ge­mein­de woll­te näm­lich wis­sen, ob bekann­te Rechts­extre­me auf der Lis­te auf­schei­nen. In die­sem Fall hät­te die Gemein­de die Mög­lich­keit, den Nut­zungs­ver­trag der DB mit der Hal­le, in der der Bur­schen­tag statt­fin­det, aufzukündigen.