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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 2 Minuten

Aarhus (DK): Brauner Flop ohne Sabaditsch-Wolff

Für den 31.März rie­fen ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen unter Feder­füh­rung der rechts­extre­men Danish Defence League zu einer Groß­kund­ge­bung in Aar­hus (Däne­mark) auf. Es kamen aber nur rund 150 Unter­stüt­ze­rIn­nen. Eli­sa­beth Saba­dit­sch- Wolff, die von den Ver­an­stal­tern als Red­ne­rin ange­kün­digt wor­den war, hat­te vor­her abgesagt.

2. Apr. 2012

Waren es 100, 150 oder gar 200 Teil­neh­me­rIn­nen, die an der „Groß­kund­ge­bung“ der Danish Defence League (DDL) am Sams­tag teil­ge­nom­men haben? Egal – es war jeden­falls ein ordent­li­cher Bauch­fleck der DDL, die ihre Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tio­nen aus Deutsch­land, Polen, Schwe­den, Finn­land, Nor­we­gen, Spa­ni­en und natür­lich auch aus Groß­bri­tan­ni­en ein­ge­la­den hat­te. Den Rechts­extre­men stan­den an die 5.000 Gegen­de­mons­tran­tIn­nen gegen­über. Ein Poli­zist stell­te tro­cken fest: „Hier sind 150 oder 200 Men­schen, aber ich habe den Ein­druck, dass nicht ein­mal 100 wirk­lich an der Demo teil­neh­men.” (APA)


Danish Defence League (DDL)

Eigent­lich soll­te die Groß­kund­ge­bung so etwas die Grün­dungs­ver­an­stal­tung der „Euro­pean Defence League“ wer­den. Des­halb war die Eng­lish Defence League (EDL) in der Vor­be­rei­tung der Ver­an­stal­tung auch sehr aktiv und hat­te über ihren Spre­cher Ste­ve Sim­mons auch den Kon­takt zu Eli­sa­beth Saba­dit­sch-Wolff über­nom­men. Saba­dit­sch-Wolff, die schon bei einer Groß­kund­ge­bung der Eng­lish Defence League in Luton als Red­ne­rin auf­ge­tre­ten war, sag­te aber rund 14 Tage vor der Ver­an­stal­tung ab, sprach von einer unver­bind­li­chen Anfra­ge von Sim­mons und ver­bat sich jede Erwäh­nung im Zusam­men­hang mit der Kundgebung.


Ent­ge­gen Ankün­di­gung: Kei­ne Zusa­gen von Sabaditsch-Wolff

Hin­ter­grund für die­se Distan­zie­rung dürf­ten neben den orga­ni­sa­to­ri­schen Unzu­läng­lich­kei­ten der Ver­an­stal­ter auch die deut­li­chen Ver­stri­ckun­gen der DDL League ins rechts­extre­me bzw. offen neo­na­zis­ti­sche Lager sein. Deren Spre­cher Kas­per Mor­ten­sen war erst vor weni­gen Wochen von der EDL abmon­tiert wor­den, nach­dem er wegen einer Gewalt­tat in Unter­su­chungs­haft genom­men wur­de. Sein Nach­fol­ger Phil­ip Trau­el­sen ist Mit­glied der „Natio­na­len Front“, einer däni­schen Neo­na­zi-Orga­ni­sa­ti­on, die bes­ten Ver­bin­dun­gen zu rus­si­schen Neo­na­zis hat. Kurz gesagt: Die DDL ist brau­ner Sumpf!


Home­page der Natio­na­len Front

Auch die mit Saba­dit­sch-Wolff eng ver­bün­de­te Bür­ger­be­we­gung „Pax Euro­pa” und die poli­ti­sche Par­tei „Die Frei­heit“ sag­ten ihre Teil­nah­me an der Kund­ge­bung in Aar­hus ab. Offi­zi­ell! Inof­fi­ziel hat­te aller­dings Micha­el Stür­zen­ber­ger, Lan­des­vor­sit­zen­de der „Frei­heit“ und Spre­cher von „Pax Euro­pa“ in Bay­ern, sei­ne Teil­nah­me in Aar­hus angekündigt.

➡️ Zu Aar­hus: guardian.co.uk (31.3.12): EDL sum­mit in Den­mark humi­lia­ted by low attendance
➡️ Saba­dit­sch-Wolff: “Bis aufs Äußerste”

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