Verdeckte Neonazi-Agitation im Netz

Prinzip­iell sollte es für alle Seit­en gel­ten: keine Namen, keine Adressen, ja auch keine Klicks („Gefällt mir“ usw.) auf Seit­en hin­ter­lassen, die ihre Iden­tität nicht preis­geben. Miss­brauch ist möglich! Auch und ger­ade auf Seit­en, die sich vorge­blich gegen Kindesmiss­brauch wen­den. Die extreme Rechte hat das The­ma seit eini­gen Jahren für sich ent­deckt und schlachtet es aus, auch wenn ger­ade in ihren Rei­hen ein­schlägige Delik­te eher häu­figer als ander­swo vorkom­men.

„Netz gegen Nazis“ hat sich auf schein­bar unpoli­tis­chen Seit­en umge­se­hen, die sich vorge­blich dem Kampf gegen Kindesmiss­brauch wid­men und dabei einige gute Bekan­nte gefun­den. Seit­en wie „Stoppt Tierver­suche – Nehmt Kinder­schän­der!“ soll­ten eigentlich rel­a­tiv leicht als recht­sex­treme Hass-Seit­en iden­ti­fiziert wer­den kön­nen, erfreuen sich aber wegen der starken Emo­tio­nen, die beim The­ma Kindesmiss­brauch hochkom­men, eines hohen Zus­pruchs. Bei ein­er Seite, die sich „Stopt [sic!] Kinder­schän­der“ nen­nt, kann man schon wegen der Rechtschrei­bung Rechte ver­muten. Seit­en, die einen klaren Bezug zu Neon­azis und Recht­sex­tremen her­stellen (Nationale gegen Kinder­schän­der, Todesstrafe für Kinder­schän­der), fall­en deut­lich ab. Auf der emo­tionalen Welle ver­suchen auch öster­re­ichis­che Neon­azis („Nationale gegen Kinder­schän­der – Krems“) mitzusurfen – mit sehr beschei­den­em Erfolg.

Weit­er mit: netz-gegen-nazis.de