FPÖ Wien: Noch ein Gemeinderat….

In der Sitzung des Wiener Gemein­der­ats am Mittwoch hielt der FPÖ-Gemein­der­at Her­bert Eisen­stein eine Rede und der Gemein­der­at der Grü­nen, Senol Akkil­ic, machte Zwis­chen­rufe. Diese Zwis­chen­rufe ver­an­lassten den FPÖ-Gemein­der­at, der Uni­ver­sitäts­dozent für Ara­bis­tik und Islamwis­senschaft am Insti­tut für Ori­en­tal­is­tik ist(!!), zu ein­er bemerkenswerten Rep­lik, die zu ein­er Sitzung­sun­ter­brechung führte.

„Herr Akkil­ic, Sie kön­nen sich gerne zu Wort melden, Sie sind der deutschen Sprache ober­fläch­lich mächtig, also tun Sie das bitte“, war nur das Vor­spiel Eisen­steins zu dem Satz, mit dem er die Machtver­hält­nisse aus frei­heitlich­er Sicht klarstellen wollte: „Sie sind zu uns gekom­men, um in unserem Staat zu leben, also lassen Sie mich bitte ausre­den, danke Herr Akkil­ic“. (derstandard.at)

Nach Protesten der Grü­nen erhielt Eisen­stein einen Ord­nungsruf, den er „sehr gerne“ annahm. Danach gab es eine Sitzung­sun­ter­brechung und eine „Prä­sidi­ale“ (Sitzung der Frak­tion­sobleute und Vor­sitzen­den des Gemein­der­ats). In der Prä­sidi­ale verurteil­ten alle Frak­tio­nen (auch die FPÖ) die Äußerun­gen Eisen­steins, der sich bei Akkil­ic ange­blich dafür entschuldigt habe. Senol Akkil­ic berichtet anderes.

Wir ver­muten, dass es derzeit unter FPÖ-Gemein­deräten ger­ade einen Wet­tbe­werb gibt, wie man am besten auf­fäl­lig wird (über Tat­toos, T‑Shirts, ras­sis­tis­che oder recht­sex­treme Sprüche).