Bez. Weiz (Stmk): ÖVP-Bürgermeister fordert Todesstrafe für Kinderschänder

Was ist los in der ÖVP? Die Jung­bauern in St. Johann/Tirol dulden anti­semi­tis­che Texte auf ihrer Home­page seit Jahren, der Sekretär des ÖVP-Vize­bürg­er­meis­ters in Salzburg lobt einen Recht­sex­tremen bzw. Alt­nazi in den Him­mel und der ÖVP-Bürg­er­meis­ter von Albers­dorf-Pre­buch (Bezirk Weiz), Robert Schmier­dor­fer, fordert auf sein­er Pin­nwand bei Face­book die Todesstrafe für Kinderschänder.

Die „Kleine Zeitung“ (2.3.2011) und standard.at bericht­en über den selt­samen Bürg­er­meis­ter, der den Text auf sein­er Pin­nwand noch dazu dem Lied „Warum“ der Gruppe „Nord­front“ ent­nom­men hat.

„Nord­front“ zählt zur Kat­e­gorie der Nazi- oder Recht­srock-Bands. Ihre Texte und CDs sind in der BRD zumin­d­est teil­weise indiziert , d.h., sie dür­fen nicht pub­liziert und verkauft wer­den. Ihre Texte predi­gen Hass und fall­en in Öster­re­ich auch unter NS-Wiederbetätigung.

Der selt­same Bürg­er­meis­ter Schmier­dor­fer hält seine Forderung nach Todesstrafe für Kinder­schän­der für seine „per­sön­liche Überzeu­gung“, gibt aber gle­ichzeit­ig zu, dass er den Text von Nord­front von einem anderen Account auf seine Pin­nwand kopiert habe: „Da war ich vielle­icht doch zu blauäugig.”


Nord­front — Nazi-Band

Recht­sex­treme und Neon­azis haben die The­men Pädophilie bzw. Kinder­schän­dung schon seit Jahren mit ihrer Forderung nach Todesstrafe beset­zt. Im LeserIn­nen-Forum der „Kleine Zeitung“ gibt es um den Bürg­er­meis­ter Schmier­dor­fer und seine Forderung deshalb auch eine bre­ite und heftige Debat­te, in der aber über­wiegend sehr klar und ratio­nal die Todesstrafe und das pop­ulis­tis­che Manöver des Bürg­er­meis­ters abgelehnt werden.

Die Mel­dung auf sein­er Pin­nwand hat der Bürg­er­meis­ter wieder gelöscht. Vielle­icht sollte er auch seine Fre­un­desliste durch­forsten und jene Kon­tak­te löschen, die ihn mit „Nordfront“-Texten versorgen?