Ungarn: Antisemitismus in den Medien erlaubt?

Während die EU-Kommission in dieser Woche eine Antwort der ungarischen Regierung auf ihren lauwarmen Brief in Sachen Mediengesetz erwarten darf, wobei immer deutlicher wird, dass Viktor Orban und seine Regierung keine substantiellen Änderungen machen werden, wird der Grundton in den regierungsnahen bzw. rechten Medien immer schriller. Karl Pfeifer, der in der „Presse“ einen Kommentar zu einem der lautesten antisemitischen Hetzer Ungarns veröffentlicht hat, berichtet auf „Pusztaranger“ über die Leserreaktionen in der Online-Ausgabe der regierungsnahen Tageszeitung „Magyar Hirlap“, die an Primitivität nicht mehr zu überbieten sind.

Auch Daniel Cohn-Bendit, der im Europäischen Parlament Viktor Orban frontal angegriffen hatte, ist im Visier der ungarischen Rechten. Die Wochenzeitung „Magyar Forum“ der rechtsextremen Partei MIEP des früheren Abgeordneten Istvan Czurka (diepresse.com) hat Cohn-Bendit mit der Überschrift „Der Kinderschänder“ auf ihre Titelseite genommen – mit Davidstern, rotem Stern und grünem Logo: „Pusztaranger„.

Auch die Alpen-Donau-Nazis wollen ein bisschen braunes Wasser von der antisemitischen und rechtsextremen Welle auf ihre Mühlen leiten und bringen beinahe täglich Texte von ihren ungarischen Kameraden.