Amstetten (NÖ): Das „Volk der Republik“ – eine rassistische Geisterfahrerpartie

J.M., die zuletzt die Facebook-Seite von „Volk der Republik Österreich“ besuchte, hatte eine klare Einschätzung: „Es gibt nur zwei Möglichkeiten um solch eine Gruppe anzulegen: die eine ist ihr wart voll besoffen, die zweite wäre ihr seit (sic!) geistesgestört oder zurückgeblieben. Bescheuert und peinlich trifft in beiden Fällen zu.“

Das „Volk der Republik Österreich“ träumt von Millionen Unterschriften für die Forderungen an die Regierung. Bisher sind es allerdings nur 41 Mitglieder, die mit dem offen rassistischen und teilweise an das Parteiprogramm der NSDAP erinnernden Forderungskatalog mithalten wollen. Der Gründer dieser Facebook-Gruppe, Rene Z. aus Sonntagberg bei Amstetten, wird sich dennoch kaum für einen Neonazi halten. Seine Sympathien reichen von „Ficken für den Weltfrieden“ über „Österreich hat schon genug Ausländer“ bis hin zu –natürlich! – HC Strache. Rene Z. ist da ziemlich exemplarisch für die Gruppe seiner Getreuen: HC steht hoch im Kurs.

Das Forderungsprogramm lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

„Alle Ausländer, welche sich in der Republik Österreich aufhalten und leben, sind umgehend in ihr Ursprungsland auszuliefern“.

Punktum! Ausnahmen sind nur für Personen, die mit „reinrassigen“ ÖsterreicherInnen verheiratet sind, möglich.

Das „Volk der Republik Österreich“ ist eine rassistische Geisterfahrerpartie, die leider nicht untypisch ist für die verhetzte Stimmung im Untergrund der Republik Österreich. Der wirr dahergestammelte Forderungskatalog , der an Skurrilität fast nicht zu überbieten ist („Gebäude zum Zwecke fremder Religionsgemeinschaften(Moscheen, Minaretten(sic!)) ..sind umzubauen“), macht fassungslos: das kann doch nicht ernst gemeint sein? Doch, ist es!

Und weil es so gemeint ist, wie es im Forderungskatalog steht, werden wir ihn an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.