FPÖ: Strache auf Urlaub bei Freunden

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Die Tiro­ler FPÖ ver­sinkt im Intri­gen­spiel. Am Sonntag,17.10. berich­te­te die „Kro­ne“, dass die Lis­te Tirol unter Beru­fung auf die FPÖ-Abge­ord­ne­te Car­men Gar­tel­gru­ber behaup­te, das Par­tei­prä­si­di­um der Tiro­ler FPÖ habe die Über­nah­me von 1.750 Euro Kos­ten für den Ost­ti­rol-Urlaub von HC Stra­che geneh­migt. Die „Kro­ne“ wei­ter: „Auch ande­re FPÖ-Mit­glie­der hät­ten dies bestä­tigt. Bis jetzt hieß es immer, Groß­ver­die­ner Stra­che sei von Hau­ser ein­ge­la­den gewesen.”

In der heu­ti­gen Aus­ga­be setzt die „Kro­ne“ Tirol nach: Es war ein Umlauf­be­schluss, mit dem Hau­ser (Tiro­ler FPÖ-Chef) die Zustim­mung des Par­tei­prä­si­di­ums ein­ge­holt hat­te, nach­dem sich der für die Par­tei­fi­nan­zen zustän­di­ge Peter Wurm gewei­gert habe, das Geld ohne Beschluss herauszurücken.

Es geht aber – so die „Kro­ne“ – nicht nur um den heu­ri­gen Urlaub : „Schon vor vier Jah­ren jam­mer­te Hau­ser, dass Stra­che nie zahlt und nicht ein­mal anstands­hal­ber nach­fragt, was er schul­dig sei“, erklär­te ein Insi­der der Zei­tung. Stra­che kom­me auch nie allei­ne, son­dern immer mit den Kin­dern und sei­ner Mut­ter, und das zwei­mal im Jahr. Die Kos­ten des heu­ri­gen Urlaubs (1.750 Euro) wür­den aus­ser­dem nur die Hälf­te des­sen betra­gen, was beim letz­ten Urlaub im Mai 2009 ange­fal­len sei. Hau­ser, von der „Kro­ne“ mit dem Sach­ver­halt kon­fron­tiert, habe zunächst alles abge­leug­net und ver­sucht, sich als Opfer dar­zu­stel­len. Einen Tag spä­ter, so die „Kro­ne“ ver­wun­dert, will Hau­ser plötz­lich alles zurückzahlen.

Hau­ser, das berich­ten jetzt „Öster­reich“ und die „Tiro­ler Tages­zei­tung“, habe den Hote­lier ersucht, das Geld an die FPÖ Tirol rück­zu­über­wei­sen. „Die 1.700 Euro für den Urlaub zah­le ich jetzt eben aus mei­ner Pri­vat­kas­se.“ Und was ist mit den vor­he­ri­gen Urlau­ben? Der heu­ri­ge Urlaub war, so Hau­ser, wirk­lich der ers­te, den Stra­che nicht pri­vat bezahlt habe. Hau­ser droh­te mit Klagen.

Soweit zum The­ma Sagen und Intri­gen aus dem schö­nen Tirol. Hin­ter­grund für die Urlaubs­ge­schicht­erln ist näm­lich ein veri­ta­bler Streit inner­halb der Tiro­ler FPÖ um die Füh­rung, der heu­er schon zu eini­gen Aus­schlüs­sen und zur Abspal­tung des Rings Frei­heit­li­cher Jugend geführt hat. Das bestä­tigt auch Hau­ser. Eini­gen „im Umfeld der Tiro­ler FPÖ“ gehe es nur dar­um, den erfolg­rei­chen Par­tei­chef zu dif­fa­mie­ren, so Hauser.

(Quel­len: Kro­ne Tirol, 17., 19.10., Öster­reich, Tiro­ler Tages­zei­tung, 19.10.)