Wien-Leopoldstadt: Der smarte Franz, die feuchte Feier und das Hakenkreuz

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Franz Lin­den­bau­er kan­di­diert für die FPÖ in Wien-Leo­pold­stadt auf dem vier­ten Lis­ten­platz. Bedeu­tet ein siche­res Man­dat für Franz Lin­den­bau­er. Eine APA-OTS-Mel­dung vom 6.7.09 besagt, dass der Leo­pold­städ­ter Jugend­ob­mann der FPÖ wegen der gegen ihn erho­be­nen Vor­wür­fe, ein „Sym­pa­thi­sant der rechts­extre­men Sze­ne zu sein”, alle Funk­tio­nen in FPÖ und RFJ (Ring Frei­heit­li­cher Jugend) zurück­ge­legt habe. Der Rück­tritt sei nicht als Schuld­ein­ge­ständ­nis zu inter­pre­tie­ren, so der FPÖ-Bezirks­ob­mann Wolf­gang Seidl, son­dern um wei­te­ren Scha­den von der FPÖ abzuwenden.

Was war pas­siert? Der smar­te Franz Lin­den­bau­er, der nicht nur den RFJ im Bezirk anführ­te, son­dern auch stell­ver­tre­ten­der Obmann des Wie­ner RFJ war, hat­te im RFJ-Kel­ler in der Reichs­rats­stra­ße gefei­ert. Von der feuch­ten Fei­er waren Bil­der auf Face­book auf­ge­taucht, die zwei Jung­frei­heit­li­che mit der übli­chen Bier­be­stel­lungs­ges­te („drei Bier“) und den smar­ten Franz mit einem Haken­kreuz am lin­ken Ober­arm zeigten.

Franz Lin­den­bau­er konn­te sich das nicht erklä­ren: „Ich weiß nicht, was mir betrun­ke­ne Leu­te auf die Hand krit­zeln”, erklär­te er der Pres­se (diepresse.at) und ver­mu­te­te schließ­lich gar eine Foto­mon­ta­ge: „Und außer­dem bin ich nicht so däm­lich und ver­pat­ze mir durch so was mei­ne Karriere.”

Wie ein Phö­nix aus der Asche kehr­te Lin­den­bau­er in RFJ und FPÖ zurück. Scha­den muss offen­sicht­lich nicht län­ger abge­wen­det wer­den, für den haben schon ande­re wie etwa Jür­gen D. gesorgt. Oder ist es etwa gar kein Scha­den, mit „Heil Hit­ler“ zu grü­ßen oder sich ein Haken­kreuz auf den Arm (nicht auf die Hand, Franz!) krit­zeln zu lassen?

Franz Lin­den­bau­er, der Ver­mö­gens­be­ra­ter, ist wie­der zurück – mit einem offi­zi­el­len Face­book-Pro­fil, in dem sei­ne Wort­spen­den zum lau­fen­den Wahl­kampf aufleuchten:

Die Links­chao­ten über­le­gen ob sie die Uni wie­der beset­zen sol­len? Ob Arbeit­neh­mer, Klein­un­ter­neh­mer oder Fami­li­en, sie alle machen aus ihrer Situa­ti­on das Bes­te, spu­cken in die Hän­de und arbei­ten! Das wür­de ich den wer­ten Links­stu­den­ten und „Innen” eben­falls raten. Berufs­de­mons­trant ist kein Beruf!

Haken­kreuz­schmie­ren auch nicht, das ist näm­lich ein Verbrechen!