Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Tschechien: Populist oder Rechtsextremer?

Tomia Okamura ist Senatsabgeordneter in Tschechien und Chef einer Partei, die sich „Morgenröte der direkten Demokratie“ nennt. Beruflich ist er Unternehmer in der Reisebranche, politisch ist er Rechtsextremer. Hierzulande nennen ihn Medien noch immer einen Populisten, obwohl er erst vor wenigen Monaten die Existenz eines tschechischen KZ geleugnet hat und neuerdings zum Boykott von Geschäften auffordert, in denen Muslime arbeiten.

4. Jan. 2015

Die von Okamura im Mai 2013 gegründete Partei „Úsvit přímé demokracie“ erreichte bei den Parlamentswahlen im November 2013 6,9 Prozent der Stimmen bzw. 14 von 200 Mandaten im Abgeordnetenhaus. Okamura war schon im Wahlkampf dadurch aufgefallen, dass er die tschechischen Roma aufforderte, das Land zu verlassen und in Indien ihren eigenen Staat zu gründen.


Úsvit přímé demokracie

Das reichte den Medien, um ihm bzw. seiner Partei den verharmlosenden Status „populistisch“ bzw. „rechtspopulistisch“ zu verleihen. Auch der Name der Partei machte die Medien nicht stutzig: Zumeist wird er als „Tagesanbruch“ oder „Morgendämmerung“ der „direkten Demokratie“ übersetzt. „Morgenröte“ und damit ein politisch-ideologischer Bezug zu den griechischen Neonazis würde jedoch mehr Sinn ergeben.

Für die Wahlen ins europäische Parlament im Frühjahr 2014 verwendete die Partei den Slogan: „Unterstützung für Familien, nicht für Unangepasste. Arbeit für die Unsrigen, nicht für Immigranten.“ Dieser Slogan, der abgewandelt auch in Österreich Verwendung findet, aber vor allem der Terminus „Unangepasste“ stammt aus der Giftküche der tschechischen Neonazis von der „Arbeiterpartei“ DSSS (die Neonazi-Partei Dělnická strana wurde zwar 2010 gerichtlich verboten und aufgelöst, arbeitet aber unter dem Namen „Dělnická strana sociální spravedlnosti“ – DSSS – weiter). Bei den Europa-Wahlen konnte die „Morgendämmerung“ keinen Erfolg einfahren. Mit etwas mehr als drei Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europäische Parlament.

Im August 2014 unterstrich Okamura ein weiteres Mal, dass er ein rechtsextremer Politiker ist. In einem Interview provozierte er mit der Behauptung, dass die Existenz eines Konzentrationslagers für Roma im südböhmischen Lety eine Lüge und in dem dortigen „Arbeitslager“ niemand ermordet worden sei: „Die Menschen starben an den Folgen von Alter und Krankheit“ und: „Der Mythos von einem Konzentrationslager für Roma ist nach verfügbaren Informationen eine Lüge“, wird Okamura vom „Spiegel“ (4.8.14) zitiert. Die Aufforderung des tschechischen Menschenrechtsministers Juri Dienstbier an Okamura, alle politischen Ämter niederzulegen, verhallte ebenso ungehört wie seine eigentliche Botschaft. Okamura wurde weiterhin als „Populist“ bezeichnet.

Auch seine jüngste Hassbotschaft änderte nichts daran. Via Facebook gab Okamura den Tschechen Ratschläge, wie sie sich gegen eine angeblich drohende Islamisierung Tschechiens wehren könnten: etwa, indem sie Hunde und Schweine züchten und aufziehen und mit ihnen Spaziergänge in der Umgebung von Moscheen unternehmen. Oder auch Gasthäuser zur Beleidigung von Muslimen mit Namen wie „Zum braven Hund“ oder „Zum lustigen Schweinchen“ versehen.


Tomia Okamura

Ziemlich direkte Anleihe bei den Nazis nahm Okamura mit der Empfehlung, nicht mehr in Geschäften mit muslimischen Verkäufern einzukaufen und generell Geschäfte mit Muslimen zu meiden: „Jeder gekaufte Kebab ist nur ein weiterer Schritt in Richtung Burkas.“

Die neue Hetze von Okamura ist also nicht mehr nur gegen Roma gerichtet. Auch in anderen Punkten wie etwa der Putin-Verherrlichung orientiert sich Okamura am rechtsextremen europäischen Mainstream. Seinen Antisemitismus kann er allerdings nur notdürftig hinter einem „Antizionismus“ verstecken.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | Antiziganismus | Hetze | Neonazismus/Neofaschismus | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Weite Welt

Beitragsnavigation

« Auch das war 2014: Rechte Lügenhetze im Netz
Publikative: Die “Lügenpresse” – ein Begriff und seine Geschichte »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter