Walser ist Hero der Woche

Der „Fal­ter“ (Nr. 33 vom 17.8.2016) hat Har­ald Walser, den Bil­dungssprech­er der Grü­nen, mit dem Titel „Hero der Woche“ bedacht, weil der in der lei­di­gen Causa „Aula“ nicht lock­er­ließ und gemein­sam mit zehn KZ-Über­leben­den einen ersten wichti­gen Etap­pen­sieg erzielte. Mit ein­er einst­weili­gen Ver­fü­gung kon­nte erre­icht wer­den, dass die recht­sex­treme „Aula“ ihre Aus­sagen über KZ-Insassen als „Land­plage“ und „Massen­mörder“ nicht länger ver­bre­it­en darf.

Die Begrün­dung des „Fal­ter“ für den „Hero der Woche“ im Wortlaut:

Die recht­sex­treme Pub­lika­tion Aula veröf­fentlichte im Som­mer 2015 einen Artikel, in dem der Autor die 1945 aus Mau­thausen befre­it­en KZ-Insassen als Massen­mörder und Land­plage beze­ich­net, die ‚raubend und plün­dernd, mor­dend und schän­dend’ durch das Land gezo­gen seien. Der Grü­nen-Abge­ord­nete Har­ald Walser brachte den Fall zur Anzeige. Die Staat­san­waltschaft Graz stellte das Ver­fahren nach dem NS-Ver­bots­ge­setz ein. Sowohl die Ein­stel­lung als auch die — den Aula-Artikel qua­si nachträglich legit­imierende — Begrün­dung waren selb­st vom Jus­tizmin­is­teri­um heftig kri­tisiert worden.

Walser ließ jedoch nicht lock­er. Gemein­sam mit zehn KZ-Über­leben­den erwirk­te er nun beim Zivil­gericht Graz eine einst­weilige Ver­fü­gung, dass diese Aus­sagen nicht wieder­holt wer­den dür­fen.“