Pegida opfert sich in Dresden

Bei den sächsischen Kommunalwahlen interessierte vor allem, wie die Kandidatin von Pegida in Dresden, Tatjana Festerling, bei der Oberbürgermeisterwahl abschneiden würde. Immerhin ist Dresden das Zentrum der Pegida-Bewegung, wo zeitweise 20-30.000 Menschen unter der Parole „Wir sind das Volk“ demonstrierten. Das Wahlergebnis ist eindeutig: Pegida ist sicher nicht das Volk, sondern selbst in der Hauptstadt der Bewegung höchstens 10 Prozent davon.

Aus dem Traum von Tatjana Festerling und Pegida, zumindest in Dresden das Volk repräsentieren zu können, ist nichts geworden. Nur rund 20.000 Personen gaben der schrillen Kandidatin von Pegida ihre Stimme. Das sind jedenfalls weniger Menschen, als zu den besten Zeiten für Pegida in Dresden aufmarschiert sind – aber da waren ja sogar einige österreichische Burschis dabei.

Viele AnhängerInnen von Pegida sind jedenfalls maßlos enttäuscht über das Ergebnis, noch mehr allerdings darüber, dass Festerling und mit ihr Pegida für die zweite Runde (die keine Stichwahl ist) jetzt zur Wahl des konservativ-bürgerlichen Kandidaten, des amtierenden Bürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) , aufrufen. Eine „dicke Kröte“ müsse man schlucken, erklärte Festerling, aber man verstehe sich als Teil dieses konservativen Lagers und müsse für dieses eben Opfer bringen.

Das war’s dann wohl mit Pegida in Dresden. Zur wöchentlichen montäglichen Kundgebung von Pegida in Dresden erschienen am Tag nach der Wahl nur einige hundert Menschen.