We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Ukraine: Wer steckt hinter den Morden?

In der Vor­wo­che gab es noch mehr Gerüch­te als Indi­zi­en, wer hin­ter den Mord­an­schlä­gen auf zwei ukrai­ni­sche pro­rus­si­sche Poli­ti­ker ste­cken könn­te, doch jetzt hat sich eine „Ukrai­ni­sche Auf­stän­di­sche Armee” (UPA) zu den Anschlä­gen bekannt. In der Beken­ner­mail vom 17.4. droh­te die UPA mit wei­te­ren Mor­den. Der ukrai­ni­sche Geheim­dienst demen­tier­te die Exis­tenz der UPA, der unab­hän­gi­ge Poli­to­lo­ge und Publi­zist Shek­hovts­ov bestä­tig­te sie jetzt aber.

21. Apr. 2015

His­to­risch wird die Exis­tenz der „Ukrai­ni­schen Auf­stän­di­schen Armee” (UPA) von nie­man­dem bestrit­ten. Die UPA als mili­tä­ri­scher Flü­gel der ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten kämpf­te in den 1940er- und 50er-Jah­ren gegen das NS-Regime, gegen die pol­ni­sche Hei­mat­ar­mee und gegen die Sowjet­uni­on. Zeit­wei­se ver­bün­de­te sie sich aber auch mit den Trup­pen der Nazi-Wehr­macht. Dem­entspre­chend gespal­ten ist auch die Ein­stel­lung zur his­to­ri­schen UPA in der Ukrai­ne: Im Wes­ten als Frei­heits­ar­mee ver­ehrt, wird sie in der Ost­ukrai­ne abge­lehnt und ihrer Opfer gedacht.


„Emblem der Ukrai­ni­schen Auf­stän­di­schen Armee”, Quel­le: wikipedia.org

Vor weni­gen Tagen erst, am 9. April, hat die Rada, das ukrai­ni­sche Par­la­ment, ein Gesetz über das „ehren­vol­le Andenken an die Kämp­fer für die Unab­hän­gig­keit der Ukrai­ne im 20. Jahr­hun­dert“ beschlos­sen, mit dem die his­to­ri­sche UPA qua­si Hel­den­sta­tus erhält und respekt­lo­se Aus­sa­gen über sie unter Stra­fe gestellt wer­den (sie­he auch pro­fil Nr. 17/20.4.15). Das Gesetz wäre schon unter nor­ma­len Umstän­den frag­wür­dig, wäh­rend eines offe­nen Bür­ger­kriegs ver­stärkt es aber die Spaltung.

Und dann tritt auch noch aktu­ell eine Grup­pe UPA auf, die sich nicht nur zu den Mor­den an Oleg Kalasch­ni­kow und Oles Busi­na bekennt, son­dern auch die Ver­ant­wor­tung für eini­ge tote pro­rus­si­sche Poli­ti­ker in die­sem Jahr über­nimmt, die bis­her als Selbst­mor­de geführt wur­den. In der Beken­ner­mail wird außer­dem mit wei­te­ren Mor­den gedroht: „Ent­we­der Lus­tra­ti­on oder Exe­ku­ti­on.” Unter Lus­tra­ti­on will die UPA aber nicht bloß die Säu­be­rung des Staats­diens­tes von „anti­ukrai­ni­schen Ele­men­ten“ ver­ste­hen, son­dern sie for­dert, dass die­se Ele­men­te bin­nen 72 Stun­den ab Beginn des 18. April das Land zu ver­las­sen hät­ten. Die Dro­hung der UPA rich­tet sich auch gegen die Mit­glie­der der Regie­rung, die nicht den Krieg gegen Russ­land erklärt und die Bezie­hun­gen mit dem Feind been­det habe.

Nach­dem zunächst der ukrai­ni­sche Geheim­dienst erklärt hat­te, ihm sei kei­ne Orga­ni­sa­ti­on „Ukrai­ni­sche Auf­stän­di­sche Armee“ (UBA) bekannt, viel­mehr wür­de ein sprach­wis­sen­schaft­li­ches Gut­ach­ten auf vie­le Rus­si­zis­men im Beken­ner­text hin­wei­sen, erklär­te der unab­hän­gi­ge Publi­zist und Poli­tio­lo­ge Anton Shek­hovts­ov, ein aus­ge­wie­se­ner Ken­ner des Rechts­extre­mis­mus in der Ukrai­ne und in Russ­land , dass es die Grup­pe UPA jeden­falls 2014 gege­ben habe:

Ich weiß nicht, wer und war­um Kalasch­ni­kow und Busi­na umge­bracht wur­den, aber ich kann bestä­ti­gen, dass eine klei­ne radi­kal-natio­na­lis­ti­sche Grup­pe namens „UPA“ exis­tier­te – zumin­dest im Janu­ar 2014, als ich mit einem ihrer Ver­tre­ter ein kur­zes Inter­view führ­te. Sie befan­den sich in der Kyiwer Stadt­ver­wal­tung (KGGA), die von „Swo­bo­da-Leu­ten“ (Anhän­ger der ukrai­ni­schen Par­tei „Swo­bo­da“, die als rechts gilt) kon­trol­liert wur­de, und war­ben über ein paar Zel­te, die auf der Stra­ße stan­den. (euromaidanpress.com)

Zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt ist das Beken­ner­schrei­ben der UPA weder ein Beleg dafür, dass tat­säch­lich eine klei­ne rechts­extre­me proukrai­ni­sche Ter­ror­grup­pe für die Mor­de (bzw. „Selbst­mor­de“) ver­ant­wort­lich ist noch gibt es aus­rei­chend Indi­zi­en dafür, dass Russ­land selbst hin­ter den Mor­den steckt, wie nicht nur in Krei­sen regie­rungs­na­her ukrai­ni­scher Poli­ti­ker spe­ku­liert wird. Fakt ist, dass der Infor­ma­ti­ons­krieg zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land (sie­he pro­fil Nr. 17/20.4.15) eine neue Stu­fe erreicht hat.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Neonazismus/Neofaschismus | Rechtsextremismus | Weite Welt

Beitragsnavigation

« Pegida vor Abgang nach schütterem Aufmarsch
Urteil zu Neonazi-Überfall auf EKH »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter