Neonazis zu Lucke: Ordentliche Abreibung für das Arschloch

Der Chef der ziem­lich recht­en Partei AfD (Alter­na­tive für Deutsch­land), Bernd Lucke, ist am Sam­stag, 18. April von Berlin nach Köln mit dem ICE der Deutschen Bahn unter­wegs gewe­sen, wurde dabei von Fans des 1.FC Kölns, die auf dem Heimweg vom Spiel gegen Hertha BSC Berlin (0:0) waren, erkan­nt und zum Ver­lassen des Zuges aufge­fordert. Weil sie keine Nazis im Zug woll­ten, wie die Fans des 1.FC Köln dem Parteivor­sitzen­den zu erk­lären versuchten.

Der fand diese Erk­lärung nicht aus­re­ichend und ver­suchte — mit Hin­weis auf seine Begleitung — sich das Schweigen der Köln-Fans zu sich­ern: “Ich bin pri­vat mit mein­er Frau hier, lassen Sie mich“. Die Köln-Fans kon­nte er damit nicht umstim­men: “Für die Poli­tik, die du machst, musst du dir das auch gefall­en lassen“.

Lucke ruft den ital­ienis­chen Mitar­beit­er des Bord-Bistros, der – wie ein Video von köln.tv zeigt — die Fans auch aus dem Bor­d­bistro hin­auskom­pli­men­tiert, später dann aber auch erk­lärt: „Jet­zt muss ich ihn noch vertei­di­gen, dabei bin ich doch selb­st Ausländer.“

Der AFD-Chef, der sich noch immer bedrängt bzw. bedro­ht sieht, ruft die Polizei an, die dann auch beim näch­sten Halt in Hamm erscheint und die Fans auf­fordert, Pro­voka­tio­nen und Belei­di­gun­gen von Lucke zu unter­lassen. Bei jed­er weit­eren Sta­tion stand dann auch Polizei bere­it, um not­falls einzu­greifen, aber es passierte nichts. Die Fans woll­ten Lucke tat­säch­lich nur ihre Mei­n­ung sagen.

Von welch­er Seite Lucke tat­säch­lich Hand­grei­flich­es dro­ht, macht ein Kom­men­tar des NPD-Mannes und Münch­n­er Man­datars (Bürg­erini­tia­tive Aus­län­der­stopp) Karl Richter deut­lich: „Auf mein­er Fest­plat­te ist Lucke zuvörder­st als Aus­gren­z­er, poli­tis­ch­er Spal­ter, Transat­lantik­er und feiger Pinkel abge­spe­ichert, der in den Fluren des Europa­parla­ments nicht ein­mal das Rück­grat hat, einen fre­undlichen Gruß zu erwidern, und der mir im Münch­n­er Stad­trat zwei sein­er Parteifre­unde einge­brockt hat, die jäm­mer­lich­er nicht sein kön­nten. Vielle­icht fördern ein paar Schläge auf den Hin­terkopf sog­ar in einem solchen Fall noch das Denkver­mö­gen“. Und einige andere NPD-Nazis sekundieren Richter dabei auch noch öffentlich.

“Ich finde es auch sehr bedauer­lich, daß das Arschloch nicht wenig­stens mal eine ordentliche Abrei­bung kassiert hat“, meint etwa Jörg Krebs, der für die NPD im Frank­furter Stadt­par­la­ment sitzt.