Moosburg (Ktn): Kloschüssel nach Wiederbetätigung

Moos­burg ist eine idyl­lis­che Landge­meinde in Kärn­ten – möchte man meinen. Aber Vor­sicht! Da kann man sich ordentlich täuschen. Mit­ten in der ange­blichen Idylle leben auch Men­schen, denen die Idylle gar nicht schmeckt, vor allem, wenn die auch aus Land­wirtschaft beste­ht. In der Vor­woche rastete der 24-jährige P., auf Stoppt­dierecht­en ein alter Bekan­nter, kom­plett aus.

Dem Bezirk­spolizeikom­man­do Kla­gen­furt war der Moosburger(24) ‚der am Mittwochabend der Vor­woche seinen Nach­barn (59) mit Faustschlä­gen und Fußtrit­ten attack­iert und mit dem Umbrin­gen bedro­ht hat, schon länger bekan­nt: wegen divers­er Schlägereien, aber auch wegen Sucht­gift und NS-Wiederbetätigung.

Moos­burg und Wieder­betä­ti­gung, das hat uns auf die Spur gebracht. Nein, es han­delt sich nicht um Otto Scrinzi! Der lebte zwar in Moos­burg, ist aber 2012 ver­stor­ben und würde auch altersmäßig auss­chei­den. Aber auf den ‚Adolf Adi‘ bzw. seinen Zwill­ings­brud­er ‚Volte Volti‘ tre­f­fen alle Merk­male exakt zu.

Jeden­falls war der 24-jährige Moos­burg­er Neon­azi betrunk­en, als er den Nach­barn wegen eines „schwe­len­den Stre­its“, wie die ‚Kleine Zeitung‘(6.3.2015) schreibt, attack­ierte. Was da schwelte, berichtete ein Ermit­tler der Polizei: „Gestern Vor­mit­tag bei der Ein­ver­nahme hat er erzählt, dass ihn die Kühe und Schweine genau­so gestört haben, wie wenn in der Nacht ein Hund gebellt hat“ (Kleine Zeitung, 6.3.15).


Die Toi­lette von König Wil­helm III. von Eng­land mit samtbe­span­ntem Sitz war es wohl nicht…
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Der Neon­azi hat­te also ein sehr grund­sät­zlich­es Prob­lem mit der Wirtschaft am Lande, das er – wie üblich — mit seinen Fäusten zu lösen ver­suchte. Nach­dem die Söhne den Nach­barn aus der Gefahren­zone weg- und zur Behand­lung in das Klinikum Kla­gen­furt ver­bracht­en, ver­schanzte sich der Neon­azi mit seinem Pit­bull in seinem Haus und bedro­hte die anrück­enden Polizis­ten vom Posten Moosburg.

Als dann das alarmierte Ein­satzkom­man­do ‚Cobra‘ durch das Stiegen­haus zu dem betrunk­e­nen Neon­azi vor­drin­gen wollte, schleud­erte der eine Kloschüs­sel und Hanteln auf die Beamten. Die anderen, über den Balkon vor­drin­gen­den ‚Cobra‘-Leute ver­suchte er zwar noch mit dem Base­ball-Schläger zu attack­ieren, wurde aber über­wältigt und festgenommen.

(Quelle: Kleine Zeitung, 6.3.2015)