Ehrentafel für einen Antisemiten?

Der ukrainische Antisemit Iwan Franko wird an der Wiener Universität durch eine Ehrentafel vor dem Germanistischen Institut noch immer geehrt. Nach längeren Protesten hat die Universität jetzt ein Symposium veranstaltet, das Entscheidungsgrundlagen für die weitere Vorgangsweise liefern soll. Was gibt es dazu noch zu diskutieren?


Bildquelle: profil.at

Die Israelitische Kultusgemeinde weist in ihrer Presseaussendung darauf hin , dass sie angesichts der antisemitischen Positionen des Dichters Iwan Franko eine Diskussion über die weitere Vorgangsweise eigentlich für überflüssig hält:

„Als absurd und untragbar betrachtet die IKG Rechtfertigungen von an dem Symposium teilnehmenden ukrainischen Professoren, darunter welche, die an rechtsradikalen Aufmärschen teilgenommen haben, dass es sich bei Franko um einen „progressiven“ Antisemiten handle“.

Jetzt fordern auch Mauthausen-Komitee und das Antifa-Netzwerk OÖ die umgehende Entfernung der Ehrentafel. Robert Eiter, Sprecher des Antifa- Netzwerks:

„Alles andere als die umgehende Entfernung dieser Tafel wäre eine fatale Symbolik und würde den Ruf der Universität Wien schädigen.“

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