Vortrag und Diskussion „Literatur – Zäsur: 1938 – 1986 – 1988“

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Di, 28. Mai, 19:00 – 21:00
Graz­Mu­se­um / Sack­stra­ße 18 / 8010 Graz

Robert Schin­del hat kürz­lich mit „Der Kal­te“ sei­nen zwei­ten Roman über die „Wald­heim-Jah­re“ vor­ge­legt. Er steht in einer brei­ten Rei­he öster­rei­chi­scher Lite­ra­tur, die sich ins­be­son­de­re ab 1986 (aber bei­lei­be nicht erst ab dem Jahr, in dem Tho­mas Bern­hards „Aus­lö­schung“ und Heim­rad Bäckers „nach­schrift“ erschie­nen) und 1988 mit dem Land des Ver­drän­gens aus­ein­an­der­setz­te. 1938 und 1945 fin­den lite­ra­risch ein viel­fäl­ti­ges Echo. Dass im Ver­gleich zu ande­ren euro­päi­schen Län­dern die Jah­re 1986 und 1988 einen stär­ke­ren Ein­schnitt bedeu­te­ten, zeigt sich auch in der Sprach­kunst, die ja 1988 mit der Auf­füh­rung von Bern­hards „Hel­den­platz“ im Burg­thea­ter die öffent­li­che Debat­te inten­si­vier­te – was wie­der­um Schin­del in „Der Kal­te“ fik­tio­nal gestaltet.

Uni. Prof. Dr. Klaus Zey­rin­ger (Ger­ma­nist, Uni­ver­si­tät Angers (Frank­reich))