Publikative: NSU-Liste als Richterskala für das Versagen

Mittlerweile werden fast 130 Neonazis dem Unterstützernetzwerk des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zugerechnet. Zuvor war von 100 Rechtsextremen die Rede. Für die Ermittlungsbehörden ein weiteres Fiasko. Patrick Gensing schreibt für die Punblikative und stellt die Frage, ob es sich hier um Versagen oder Vertuschen handelt. „Doch beide Optionen sind katastrophal: Entweder ahnten die Geheimdienste über mehr als zehn Jahre nichts von zehn Morden, mehreren Bombenanschlägen und zahlreichen Banküberfällen, die vorbestrafte und bekannte Neonazis bundesweit durchführten – was angesichts der Taten und eines mutmaßlichen Netzwerks von fast 130 Neonazis fatal wäre. Oder – bislang reine Spekulation, aber einige Indizien wie das Schreddern von Akten weisen darauf hin – einzelne Stellen in den Geheimdiensten wussten etwas vom NSU – und taten nichts, um die rassistischen Mörder zu stoppen. „ Weiter auf publikative.org – NSU-Liste als Richterskala für das Versagen