Tschechien: Nazi-Konzert gesprengt

Die kleine Stadt Žatec (Saaz) im nördlichen Tschechien entwickelte sich in den letzten Jahren zum Anziehungspunkt für Veranstaltungen mit Neonazi-Bands. Zu Hitlers Geburtstag fand das letzte Konzert in Žatec statt, jetzt war unter dem Titel „Dawn of a new era“ am 29. September ein Auftritt mit der österreichischen Neonazi-Gruppe „Feuernacht“ angesagt. Die tschechische Polizei griff diesmal ein.

Rund 200 TeilnehmerInnen, darunter auch welche aus Österreich, hatten sich zu den Acts der Bands „Selbstmord“, „Permafrost“, Dark Earth“ und „Feuernacht“ eingefunden. Alle Gruppen sind dem NS-Black-Metal (NSBM) zuzurechnen.

Schon kurz nach dem Beginn des Konzerts gab es den ersten polizeilichen Zugriff. Ein Besucher hatte sich mit Hakenkreuz-Outfit präsentiert und wurde festgenommen. Zwei Stunden später, während des Auftritts der Tiroler Nazi-Band „Feuernacht“ kam es zu „Sieg Heil“-Rufen und einschlägigen Armzuckungen. Die Polizei schnappte sich einen weiteren Neonazi. Nach weiterem Alkoholkonsum der braunen Konzertgemeinde stürmten schließlich 20 Männer einer tschechischen Spezialeinheit das Konzert, räumten das Gebäude und nehmen weitere Teilnehmer fest (Quelle: Krone, 1.10.2012).

Die Tiroler Neonazi-Band „Feuernacht“ ist schon rund um das „Northern Lights Festival“ in Reichenthal (OÖ) mit ihrer Hetze aufgefallen.

Mittlerweile hat die NS-Kampftruppe, die sich bisher nur selten in der braunen Öffentlichkeit zeigt, einige ihrer Liedchen veröffentlicht. Die „Propagandamaschine aus der Ostmark“ produzierte so selbsterklärende Songs wie „Kampf macht frei“, „Feuernacht erwache“ oder „Verraten durch Taten“.

Weitere Infos zu dem Konzert in Žatec.