Schärding/Linz (OÖ): Rassist „geistig abnorm”

Der Brand­s­tifter, der am 3. Okto­ber 2010 in Schärd­ing (OÖ) ein Wohn­haus in Brand geset­zt und dadurch neun Bewohner­In­nen ver­let­zt hat­te, wurde von einem Geschwore­nen­gericht in Linz wegen ver­suchter absichtlich­er schw­er­er Kör­per­ver­let­zung schuldig befun­den und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechts­brech­er eingewiesen.

Der 23-jährige Schärdinger hat­te bei dem Bran­dan­schlag auch einen Polizis­ten ver­let­zt und auf der Flucht einen elfjähri­gen Buben als Geisel genom­men. Zeu­gen berichteten, der Brand­s­tifter habe den im Haus leben­den Aus­län­derIn­nen zugerufen: „Ich habe euch jet­zt ordentlich einge­heizt“. Als die Feuer­wehr ein­traf, habe er den Feuer­wehrleuten zugerufen: “Denen habe ich es gezeigt – von denen lebt kein­er mehr.”

Am Tag der Brand­s­tiftung, der in Deutsch­land als Tag der Deutschen Ein­heit gefeiert wird, sei der Täter zuvor auch mit ein­er deutschen Flagge herumspaziert. Poli­tis­che Motive für die Tat dürften beim Prozess aber keine Rolle gespielt haben, denn die medi­zinis­chen Gutachter stell­ten bei ihm ein hohes Gefährdungspo­ten­tial für weit­ere ähn­liche Straftat­en fest und befür­worteten die Ein­weisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechts­brech­er. Das Urteil ist rechtskräftig.