FPÖ: Der Kreuzzug geht weiter

Wer glaubt, die FPÖ mit gutem Zureden beeinflussen zu können, der irrt. Die FPÖ verfolgt ein Konzept. Die Unsicherheiten und Ängste rund um den Islam sollen bis auf die letzte Wählerstimme ausgebeutet werden. Wer dann noch wankt, bekommt ein Portion nicht überfremdetes „Wiener Blut“ verabreicht.

Nach dem hetzerischen Online-Spiel „Baba-Moschee“ folgt die nächste Provokation. Genau jene Elisabeth Sabbaditsch-Wolff, die im Vorjahr für das Freiheitliche Bildungsinstitut (FBI) zwei Seminare zum Islam geleitet hat, darf auch heuer wieder die gleichen zwei Seminare zum Islam für das FBI abhalten.

Nur zur Erinnerung. In ihren Seminaren verbreitete Sabbaditsch-Wolff laut „News“ (Nr. 48/09) Sprüche wie diese:

• „Die Moslems lügen uns allen tagtäglich ins Gesicht. Es steht im Koran, dass sie das tun müssen.“
• „Mohammed hatte gerne etwas mit Kindern. Und alle Moslems sollen so leben wie Mohammed. Wenn Kardinäle Kinder vergewaltigen, tun sie das trotz der Religion – Muslime vergewaltigen Kinder wegen der Religion.“
• „Im Koran steht, dass alle, die den Islam ablehnen, getötet werden müssen. Deshalb töten Muslime.“
• „Die Muslime führen einen heimlichen Dschihad. Über Einwanderung und Geburtenrate wollen sie den Islam in Europa verbreiten.“
(News 48/09)


Screenshot des „FBI“

Die Sanktion, die der Publizistikförderungsbeirat wegen der Seminare von Sabbaditsch-Wolff verhängt hat, nämlich die Rückzahlung der für die beiden Seminare verwendeten öffentlichen Fördermittel, hindert die FPÖ nicht im geringsten daran, die Kreuzzugsphantasien der Referentin von neuem zum Besten zu geben. Die Bundesregierung bzw. die politischen Parteien, die über die Vergabe der Gelder und die Einhaltung der Förderrichtlinien entscheiden, werden sich wohl noch mehr und Besseres einfallen lassen müssen.

Welche Geisteskinder neben der Frau Sabbaditsch-Wolff da noch hinter den Kulissen werken, wird aus einer Zuschrift an eine der zahlreichen Internetseiten deutlich, die in Sachen Kreuzzug gegen den Islam tätig sind:

„Voriges Jahr kamen die Verräter gegen Susanne Winter durch, so haben sie aus diesem Wahnsinn Methode gemacht. Wir müssen langfristig gegen die Dhimmijustiz in unseren Staaten einen Weg finden. Kurzfristig aber müssen wir uns alle überlegen, wie wir Frau Sabaditsch-Wolff nach unseren Kräften unterstützen. Startet bitte mit den Petitionen, Leserbriefen, Aktionen“.

Siehe auch: news.at