We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 2 Minuten

Hitlers Hetzschrift ab 2016 frei verfügbar?

70 Jah­re nach dem Selbst­mord von Adolf Hit­ler lau­fen die Urhe­ber­rech­te an allen sei­nen schrift­li­chen Wer­ken, auch an der Hetz­schrift „Mein Kampf“, aus. Der Frei­staat Bay­ern bzw. des­sen Finanz­mi­nis­te­ri­um, das die Rech­te an dem Buch inne­hat­te, hat bis­lang jede Wie­der­ver­öf­fent­li­chung ver­hin­dert. Das ist ab 2016 nicht mehr mög­lich. Ist die Hetz­schrift ab nächs­tem Jahr also frei erhältlich? 

30. Dez. 2015

Die Kampf­schrift, die er wäh­rend sei­ner kur­zen Haft in Lands­berg nach sei­nem geschei­ter­ten Putsch­ver­such zu schrei­ben begon­nen hat­te, hat Hit­ler zu einem rei­chen Mann gemacht. Rund elf Mil­lio­nen Exem­pla­re erschie­nen bis 1944 von dem Buch, das nach der Macht­er­grei­fung der Natio­nal­so­zia­lis­ten sehr häu­fig deut­schen Braut­paa­ren als Geschenk der Gemein­de (anstel­le der Bibel) über­ge­ben wur­de. Statt­li­che zehn Pro­zent vom Kauf­preis flos­sen an Hit­ler persönlich.

Da seit Jah­ren abseh­bar war, wann die Urhe­ber­rech­te aus­lau­fen wür­den, gab es – vor allem in Deutsch­land –eine Dis­kus­si­on dar­über, wie mit der Frei­ga­be umge­gan­gen wer­den soll­te. Vie­le Kom­men­ta­to­rIn­nen begrüß­ten das Ende der Urhe­ber­rech­te und ver­tra­ten den Stand­punkt, dass die Bevöl­ke­rung mitt­ler­wei­le, 70 Jah­re nach dem Ende des Nazi-Regimes, wohl reif genug sei, um sich nicht durch eine alte Hetz­schrift ver­füh­ren zu las­sen. Dabei wird nicht nur aus­ge­blen­det, dass gera­de aktu­ell gro­ße Grup­pen bereit sind, sich ver­het­zen zu las­sen und selbst aktiv Het­ze zu ver­brei­ten, son­dern auch, dass es Opfer und deren Nach­kom­men gibt, die durch eine Neu­auf­la­ge die­ser Hetz­schrift wie­der belei­digt und ver­letzt würden.

Hit­lers „Mein Kampf“ ist nicht nur eine geschön­te, „fri­sier­te“ Auto­bio­gra­phie, son­dern auch eine üble anti­se­mi­ti­sche Kampf- und Hetz­schrift, die die Ver­nich­tung der Juden zwar nicht direkt ein­for­der­te, aber vor­be­rei­te­te und legi­ti­mier­te. Das war ver­mut­lich auch der Grund, war­um die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung ihre ursprüng­li­che Zusa­ge, eine kom­men­tier­te his­to­risch kri­ti­sche Neu­auf­la­ge der Schrift mit einer Sub­ven­ti­on zu unter­stüt­zen, wie­der zurückzog.

Das Münch­ner Insti­tut für Zeit­ge­schich­te (IfZ), das sich ab 2009 dar­an mach­te, eine kom­men­tier­te Aus­ga­be der Schrift zu erar­bei­ten, wur­de näm­lich 2012 von der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung mit einer Sub­ven­ti­on unter­stützt. Auch die Edi­ti­on einer güns­ti­gen „Schul­aus­ga­be“ war geplant . Im Dezem­ber 2013 zog die baye­ri­sche Regie­rung die Zusa­ge aller­dings wie­der zurück und kün­dig­te an, Reprints des Buches (ab 2016) mit Straf­an­zei­gen wegen Volks­ver­het­zung begeg­nen zu wol­len. Nicht ganz klar war, ob die­se Straf­dro­hung auch für eine his­to­risch kri­ti­sche Neu­auf­la­ge gel­ten sollte.

Für die Rechts­la­ge in Öster­reich ist auch ab 2016 das NS-Ver­bots­ge­setz maß­geb­lich. Wer Nazi-Ideo­lo­gie gut­heißt und ver­brei­tet, ist nach den Bestim­mun­gen des Ver­bots­ge­set­zes zu bestra­fen. Der blo­ße Besitz des Buches „Mein Kampf“ ist damit nicht gemeint. Auch die his­to­risch kri­ti­sche Neu­auf­la­ge von „Mein Kampf“ durch das IfZ, das durch sei­ne fast 2.000 Kom­men­ta­re zu ein­zel­nen Text­stel­len die Hetz­schrift „dekon­stru­ie­ren“ will, fällt nicht unter die Strafbestimmungen.

Jede ande­re Ver­brei­tung von „Mein Kampf“ in Öster­reich, ob gedruckt oder über Inter­net ange­bo­ten, steht aller­dings unter dem Ver­dacht der Wie­der­be­tä­ti­gung. Bedau­er­lich ist, dass die sehr umfang­rei­che kom­men­tier­te Aus­ga­be nur zum Preis von 59 Euro erhält­lich sein soll.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | Hetze | Nationalsozialismus | Verbotsgesetz | Weite Welt | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« „Jahr der Hasspostings”
Der KKK in Deutschland »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter