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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 1 Minute

Wien: Betrunkener „Arier“ randaliert am Würstelstand

Dass sich heut­zu­ta­ge jemand als „Ari­er“ bezeich­net, klingt ja reich­lich skur­ril. Mo Asumang zeigt in ihrer Doku „Die Ari­er“, dass es tat­säch­lich sol­che Men­schen gibt. Auch in Wien. Früh­mor­gens am 24. Dezem­ber wur­de ein „Ari­er“ bei einem Würs­tel­stand in Wien-Alser­grund ein­schlä­gig aktiv, d.h., er wur­de gewalt­tä­tig, brüll­te NS-Paro­len und woll­te im Kran­ken­haus nur von einem „ari­schen“ Arzt behan­delt werden.

28. Dez. 2015

War­um der „Ari­er“ im Kran­ken­haus lan­de­te, hat natür­lich eine Vor­ge­schich­te, die am Alser­grun­der Würs­tel­stand spielt. Dort begann der ver­meint­li­che „Ari­er“ (22) um gegen 6 Uhr früh auf einen 24-Jäh­ri­gen, der mit sei­nem Freund unter­wegs war, zu schimp­fen. Der (24) ver­such­te der Kon­fron­ta­ti­on zunächst noch aus­zu­wei­chen und wech­sel­te die Stra­ßen­sei­te, aber der „Ari­er“ ging in den Angriff über und ver­letz­te ihn leicht.

Womit der „Ari­er“ offen­sicht­lich nicht gerech­net hat­te: Das Opfer hat­te einen Schlag­stock ein­ge­steckt und nutz­te den auch, um den Aggres­sor abzu­weh­ren. Resul­tat: Der betrun­ke­ne Angrei­fer fass­te eine stark blu­ten­de Wun­de am Kopf aus und flüch­te­te, wur­de aber in einer Sei­ten­gas­se von Poli­zis­ten gestellt. Wie eine Pres­se­aus­sendung der Wie­ner Poli­zei ganz nüch­tern fest­stellt, „ver­such­te der 22-Jäh­ri­ge einem Poli­zis­ten, er konn­te nur knapp aus­wei­chen, einen Faust­schlag ins Gesicht zu ver­set­zen“, „anstatt sich (…) hel­fen zu las­sen“. Außer­dem brüll­te er „diver­se natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Paro­len“.

Ob er sich schon bei die­ser Amts­hand­lung nur von „ari­schen“ Poli­zis­ten fest­neh­men las­sen woll­te, ver­schweigt die poli­zei­li­che Pres­se­aus­sendung. Die APA (25.12.2015) berich­tet aller­dings, dass er sich als „Kämp­fer für die ari­sche Ras­se“ aus­wies und sich dann im Kran­ken­haus „nur von einem ari­schen Arzt“ behan­deln las­sen woll­te. Er wur­de jeden­falls wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung und Wider­stand gegen die Staats­ge­walt angezeigt.

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