Salzburg: Drogen, Waffen und ein Hakenkreuz

Ende Juli wurde bei einem 23-Jähri­gen aus dem Salzburg­er Flach­gau, der im Ver­dacht des gewerb­smäßi­gen Sucht­gifthandels stand, eine Haus­durch­suchung durchge­führt. Gefun­den wur­den nicht nur eine intak­te Cannabis-Indoor-Plan­tage, son­dern auch etliche Waf­fen und eine Hakenkreuzfahne.

Die Polizei kündigte eine Prü­fung an, ob der Verdächtige der Neon­azi-Szene ange­höre. Über­prüft wird auch, ob die Waf­fen benutzt wur­den. Seit dieser kurzen Mel­dung in den Salzburg­er Regionalme­di­en (z.B. ORF) über den unver­hofften Fund der Ermit­tler ist Sende­pause. Die Ermit­tler hat­ten den Flach­gauer im Ver­dacht, seit 2007 mit bis zu 20 Kilo­gramm Cannabis-Pro­duk­ten gehan­delt zu haben. Bei der Haus­durch­suchung wur­den allerd­ings auch gefun­den: zehn Schuss­waf­fen, mehr als 1.000 Patro­nen, Macheten, Zielfer­n­rohre, Schutzhelme, Gas­masken, Laser, ein Nach­sicht­gerät, die schon erwäh­nte Hak­enkreuz­fahne „sowie Gegen­stände aus den Bestän­den des Öster­re­ichis­chen Bun­desheeres“. – Hal­lo, das ist ein biss­chen sehr merk­würdig! Waf­fen, Kriegs­ma­te­r­i­al, Gegen­stände des Bun­desheeres und eine Hak­enkreuz­fahne und das Schweigen der ermit­tel­nden Behör­den. Ende Juli fand die Haus­durch­suchung statt, Mitte August gab es die dür­ren Pressemel­dun­gen zu den uner­warteten Fun­den bei der Haus­durch­suchung und sei­ther ist Sendepause…..

[youtube 1sLixJLeFNA] Das Waf­fe­narse­nal der Recht­sex­trem­is­ten: Wie Neon­azis aufrüsten | REPORT MÜNCHEN über Waf­fen­funde in Deutschland
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Uns fall­en dabei nicht nur etliche andere Waf­fen­funde und ‑arse­nale bei Neon­azis ein, bei denen die Ermit­tlun­gen nur küm­mer­liche Ergeb­nisse bracht­en (z.B. die SS-Kampfge­mein­schaft Prinz Eugen), rechte Umtriebe beim Bun­desheer (z.B. die Anschläge in oö. Kaser­nen), son­dern auch die aktuellen Waf­fen­funde bei deutschen Neon­azis, die die wach­sende Mil­i­tanz von neon­azis­tis­chen Grup­pen und Einzelkämpfern doku­men­tieren. „Report München“ der ARD hat dazu einen aktuellen Bericht gestal­tet, der derzeit über die Mediathek der ARD und YouTube abruf­bar ist.