Ball mit Nazi, Gewalt und das „Pogrom“- Video

Die FPÖ ist empört, Stra­che noch mehr. Der Ver­gle­ich mit den Novem­ber­pogromen 1938, von Stra­che „Reich­skristall­nacht“ genan­nt, sei so nie gefall­en. Es han­dle sich um eine Ver­leum­dung. Warum aber ist dann das Video mit dem Titel “Pogrom-Stim­mung bei NOWKR-Demon­stra­tion“ aus allen FPÖ-nahen Kanälen verschwunden?

Das „Pogrom“-Video war auf der Face­book-Seite von HC Stra­che, auf „standard.at“ , bei „Junge Frei­heit“ und auf dem Neon­azi-Por­tal „thiazi.net“ zu sehen, bevor es am 31.1. auf YouTube gelöscht wurde. Warum wohl? Weil im Titel die unge­heuer­liche Behaup­tung, bei den gele­gentlichen Sitzblock­aden und Rem­pelak­tio­nen habe es sich um eine „Pogrom-Stim­mung“ gehan­delt, wieder­holt wird. Das passt mit­tler­weile nicht mehr in die Recht­fer­ti­gungsstate­gie von Stra­che & Co!

Bei „standard.at“ war das Video von einem Kärnt­ner Frei­heitlichen eingestellt wor­den, im Neon­azi ‑Por­tal thiazi.net von „Quantrill­sRaider“. Gle­iche Quelle? „Quantrill­sraider“ hat auf thi­azi auch die ORF-Press­es­tunde mit Stra­che eingestellt und dazu ver­merkt: „Einem H.C. Stra­che waren die bei­den Jour­nal­is­ten nicht gewach­sen“. „Quantrill­sraider“ macht auf thi­azi Wer­bung für Stra­che und liebt die Nazis. Keine ungewöhn­liche Kombination.


Hein­rich Stra­che und seine Fans
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Wer das Video mit dem Titel “Pogrom-Stim­mung bei NOWKR-Demon­stra­tion“ auf YouTube gestellt und von dort ent­fer­nt hat, wird sich wohl nicht ein­deutig klären lassen. Inter­es­sant sind die Links, die von den Helfer­lein in ver­schiede­nen Medi­en geset­zt wur­den, allemal.

 
Was HC-Fan „Quantrill­sraider“ ger­ade hört
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Bleiben wir noch bei thiazi.net. Dort wurde das The­ma WKR-Ball natür­lich auch besprochen. Neben „Quantrill­sRaider“ von so klin­gen­den Namen wie „Ober­donau“, „SS-Divi­sion“, „Brand­s­tifter“ waren auch „Prinz Eugen“ und „Eispick­el“ daran beteiligt.

„Prinz Eugen“ kom­men­tiert einen Bericht über die Schla­gring-Attacke auf Ex-Bun­desrat Albrecht Konec­ny durch einen Neon­azi mit der Frage an Eispick­el: „Hast du dich an der alten roten Sau ver­grif­f­en?“ Eispick­el antwortet: “Nein, ich wars dies­mal nicht, aber weiß, wers war. Du kennst ihn auch. Bekommst PN. Gut getrof­fen hat er. Wie war das Tanzen, sah dich nach­er nicht mehr?“


Prinz Eugen (ein­er der Ballbe­such­er) und Eispick­el unter­hal­ten sich über die Angriffe von Neon­azis während der Anti-WKR-Proteste
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Was ler­nen wir daraus? Prinz Eugen, der eklige Anti­semit und Neon­azi, tanzte am Burschiball, während Eispick­el bei den Neon­azis vor der Hof­burg Tatzeuge bei der schw­eren Kör­per­ver­let­zung durch einen Neon­azi an Albrecht Konec­ny war. Damit sind endgültig auch alle Ver­suche der Frei­heitlichen ent­larvt, Konec­ny als Opfer von linken Hor­den darzustellen, die ihn für einen Ballbe­such­er gehal­ten hätten.