Ungarn: Kampagne gegen Schwangerschaftsabbruch mit EU-Mitteln

Die ger­ade beschlossene neue Ver­fas­sung enthält nicht nur ein Beken­nt­nis zu Gott und Kro­ne, son­dern auch zum Schutz des Fötus von der Empfäng­nis an. Deshalb wird befürchtet, dass die stramm recht­skon­ser­v­a­tive FIDESZ-Regierung dem­nächst die bis­lang vor­bildliche Geset­zge­bung zu repro­duk­tiv­en Recht­en kip­pen kön­nte – unter Beru­fung auf die Verfassung.

Mit finanzieller Unter­stützung aus­gerech­net aus dem EU-Pro­gramm Progress kön­nte die Regierung diesem Ziel ein Stück näher rück­en. Progress, das Pro­gramm der EU für Beschäf­ti­gung und soziale Sol­i­dar­ität, hat einen Schw­er­punkt Nicht­diskri­m­inierung und Gle­ich­stel­lung der Geschlechter. Und aus­gerech­net mit Mit­teln aus diesem Pro­gramm soll eine radikale Verän­derung beim Schwanger­schaftsab­bruch ein­geleit­et wer­den? Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung keine Änderung will? Wie das gehen kön­nte, beschreibt Pusz­taranger.

Und wer noch etwas von der son­sti­gen Stim­mung in Ungarn mit­bekom­men will, dem sei eine Reportage der Süd­deutschen Zeitung vom 13.5.2011 empfohlen.