Bad Reichenhall: Die Gebirgsjäger und ihre Brücke

Wer jemals die verlassenen und von der Deutschen Wehrmacht zerstörten Dörfer auf Kreta gesehen oder darüber gelesen hat, weiß, mit welcher Brutalität versucht wurde, den Widerstand der kretischen Bevölkerung niederzuschlagen. In Bad Reichenhall lebt eine andere Form von Erinnerung. Die dort stationierten Gebirgsjäger waren unter jenen Einheiten, die 1941 auf Kreta einfielen und die Insel mit brutalem Terror überzogen.

Ihnen zu Ehren wurde 1969 eine Brücke mit „Kretabrücke“ benannt, die Bundeswehr-Kaserne trägt den Namen des Nazi Generals Rudolf Konrad („Dem Führer gehört unsere ganze Hingabe“). Eine „Traditionspflege“, mit der AntifaschistInnen jetzt Schluss machen wollen. Sie fordern eine Umbenennung der Brücke.

Bei den Reichenhaller Gebirgsjägern waren auch viele Österreicher. Mit einem anderen Verbrechen der Gebirgsjäger, dem gut dokumentierten Massenmord auf der griechischen Insel Kefalonia, beschäftigt sich der SPÖ- Abgeordnete Johann Maier schon seit Jahren in parlamentarischen Anfragen.

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