BRD: Hausdurchsuchungen bei HNG

Mit Haus­durch­suchun­gen in neun Bun­deslän­dern bei rund 30 Per­so­n­en ging das deutsche Innen­min­is­teri­um heute, am 7.9. gegen die „Hil­f­sor­gan­i­sa­tion für nationale poli­tis­che Gefan­gene“ (HNG) vor.

Ziel der Aktion war es, Beweise sicherzustellen, mit denen der HNG ver­fas­sungs­feindliche Aktiv­itäten nachgewiesen wer­den kön­nen. Die HNG wurde 1967 gegrün­det und betreut Neo- und Alt­nazis, die zu Gefäng­nis­strafen verurteilt wur­den oder in Unter­suchung­shaft sitzen. Unter den betreuten Nazis befind­en sich verurteilte (Massen)Mörder und Gewaltver­brech­er. Den Aktion­sra­dius der HNG bildet nicht nur die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land. Auch öster­re­ichis­che Neo- und Alt­nazis wur­den und wer­den von der HNG betreut – in der jüng­sten Ver­gan­gen­heit etwa die Aktivis­ten des BfJ („Bund freier Jugend”) während ihrer Untersuchungshaft.

Durch­sucht wur­den Geschäfts- und Pri­va­träume von HNG-AktivistIn­nen, darunter auch die der Vor­sitzen­den Ursel Müller. Ein Ver­bot der HNG, die mit über mehr als 600 AktivistIn­nen nicht nur eine der größten neon­azis­tis­chen Grup­pierun­gen in der BRD ist, son­dern auch eine der ein­flussre­ich­sten, dürfte bevorstehen.

Siehe auch:
bnr.de
welt.de
rhein-zeitung.de
orf.at