We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

FPÖ und Arbeitslosigkeit: ausländische Beschäftigte billiger machen!

Zum Tag der Arbeits­lo­sen schlägt die FPÖ – genau­er: der FPÖ-Abge­ord­ne­te Kickl – vor, aus­län­di­sche Arbeit­neh­me­rIn­nen für Betrie­be bil­li­ger zu machen. Als Ant­wort auf die his­to­risch höchs­te Zahl an arbeits­lo­sen Men­schen in der Zwei­ten Repu­blik schlägt die FPÖ „die Ein­füh­rung eines zeit­lich begrenz­ten Gast­ar­bei­ter­mo­dells samt Rück­füh­rungs­mög­lich­keit bei Dau­er­ar­beits­lo­sig­keit bzw. hohen Arbeits­lo­sen­zah­len“ vor.

1. Mai 2015

Was ober­fläch­lich betrach­tet dazu geeig­net ist, nied­rigs­te ras­sis­ti­sche Instink­te anzu­spre­chen, ist bei genaue­rer Betrach­tung ein bereits sehr alter „Vor­schlag“, mit dem die Beschäf­ti­gung von Men­schen ohne öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger­schaft für Betrie­be wesent­lich ver­bil­ligt wür­de. War­um das so ist, führt die FPÖ selbst im Hand­buch Frei­heit­li­cher Poli­tik aus dem Jahr 2013 aus:

Um eine wei­te­re Belas­tung unse­res Sozi­al­sys­tems auf­grund von Mas­sen­ein­wan­de­rung zu ver­hin­dern, die es Wirt­schafts­flücht­lin­gen bereits inner­halb kur­zer Zeit ermög­licht, in die sozia­le Hän­ge­mat­te zu fal­len und von dem zu zeh­ren, was gan­ze Gene­ra­tio­nen in Öster­reich müh­sam erar­bei­tet haben, beken­nen wir uns dazu, dass Gast­ar­bei­ter gemäß einem für ihren vor­über­ge­hen­den Auf­ent­halt maß­ge­schnei­der­ten Modell aut­ark zu ver­si­chern sind und dass dafür eine eigens zu schaf­fen­de Sozi­al­ver­si­che­rung ohne Fehl­be­trags­aus­gleich durch die öffent­li­che Hand ein­zu­rich­ten ist. Gast­ar­bei­ter müs­sen mit ihrem Ein­kom­men nicht in unser Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­sys­tem ein­be­zah­len, weil das öffent­li­che Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­sys­tem dazu dient, öster­rei­chi­sche Arbeits­lo­se zu vermitteln.

In der Pra­xis also sol­len Unter­neh­men, die Men­schen ohne öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger­schaft beschäf­ti­gen, für die­se Beschäf­tig­ten kei­nen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­bei­trag zah­len müs­sen und erspa­ren sich somit zumin­dest 3 % des Brut­to­lohns an Abgaben.

Tat­säch­lich zah­len in Öster­reich beschäf­tig­te Men­schen ohne öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger­schaft mehr an Bei­trä­gen in die Sozi­al­ver­si­che­rung ein, als sie an Leis­tun­gen aus­be­zahlt erhal­ten, wie das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um auf sei­ner Web­site zeigt. Eine eige­ne Sozi­al­ver­si­che­rung für „Aus­län­de­rIn­nen“ wür­de also nicht nur den „Inlän­de­rIn­nen“ scha­den, die dann auf Grund der feh­len­den Bei­trags­ein­nah­men der „Aus­län­de­rIn­nen“ Kür­zun­gen von Gesund­heits­leis­tun­gen hin­neh­men müss­ten, son­dern auch nied­ri­ge­re Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge der Unter­neh­men zur Fol­ge haben und somit „aus­län­di­sche Beschäf­tig­te“ aber­mals im Ver­gleich zu öster­rei­chi­schen Arbeits­kräf­ten „ver­bil­li­gen“.

All das nur um ein Ziel zu errei­chen: Men­schen ohne öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger­schaft zu Men­schen zwei­ter Klas­se zu machen, die weni­ger Rech­te haben und vom Arbeits­recht weni­ger geschützt sind. Den FPÖ-Vor­schlag kon­se­quent zu Ende gedacht, müss­ten dann auch noch wei­te­re dienst­ge­be­rIn­nen­sei­ti­ge Bei­trä­ge ent­fal­len: so etwa der Bei­trag zur Mit­ar­bei­te­rIn­nen­vor­sor­ge (1,53  %), der ja auf Grund der pre­kä­ren auf­ent­halts­recht­li­chen Situa­ti­on der „Gast­ar­bei­te­rIn­nen“ nie auf Dau­er ver­an­lagt sein kann, aber wohl auch der Bei­trag zum Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs­fonds, des­sen Leis­tun­gen Men­schen mit unsi­che­rem Auf­ent­halts­recht ja nie in Anspruch neh­men kön­nen (4,5 %). Dies hät­te auch Aus­wir­kun­gen auf das gesam­te Lohn­ni­veau, weil Unter­neh­men „öster­rei­chi­sche“ Arbeit­neh­me­rIn­nen mit dem Hin­weis auf bil­li­ge­re „aus­län­di­sche“ Beschäf­tig­te kräf­tig unter Druck set­zen könnten.

Der „Vor­schlag“ der FPÖ ist also völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv und fie­le vor allen jenen Men­schen auf den Kopf, die die FPÖ wäh­len: schlecht aus­ge­bil­de­ten Men­schen mit nied­ri­gen Ein­kom­men. Er ist aber glück­li­cher­wei­se in einem moder­nen Rechts­staat ohne­hin nicht umsetz­bar, weil es dem Gleich­heits­ge­bot wider­spricht, Glei­ches ungleich zu behandeln.


FPÖ-Vor­schlag zum Tag der Arbeits­lo­sen: Erspar­nis für Unternehmen

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus

Beitragsnavigation

« Pegida Linz: Ausmarschiert?
Wien: Mit Säure gegen die Befreier »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter