Stumme FPÖ im Burgenland

Die FPÖ Bur­gen­land ist anscheinend noch immer damit beschäftigt, sich den Fall des Draßburg­er FPÖ-Kan­di­dat­en Ugri­novits genauer anzuse­hen (dazu: ORF Bur­gen­land) . Eine klare Dis­tanzierung gab es bis­lang jeden­falls nicht. Die fordert jet­zt Regi­na Petrik, Lan­dessprecherin der Grü­nen von der FPÖ in ein­er Presseaussendung ein.

FPÖ ist im Fall Draßburg absolut unglaubwürdig

Petrik (GRÜNE) erwartet klare Absage an Ver­het­zer auf Wahllisten.

Wenig über­rascht ist man bei den GRÜNEN, dass schon wieder ein für seine recht­sex­tremen und anti­semi­tis­chen Aktiv­itäten recht­skräftig Verurteil­ter als Kan­di­dat auf ein­er FPÖ-Liste auf­taucht. „Hier noch von Einzelfällen zu sprechen, zeigt wie sehr man sich in der FPÖ Bur­gen­land der Real­ität in deren Orts­grup­pen ver­schließt”, meint Regi­na Petrik, Lan­dessprecherin der GRÜNEN, die selb­st kür­zlich zwei ähn­liche Fälle im Zuge der Gemein­der­atswahlen öffentlich gemacht hat­te. „Die FPÖ Führungsriege dürfte entwed­er sys­tem­a­tisch wegschauen, oder es akzep­tieren, dass einige ihrer Ort­grup­pen ein Sam­mel­beck­en für Ver­het­zer, Recht­skadikale und Anti­semiten sind. Sich immer dann, wenn ein Fall aufgedeckt wird, ahnungs­los zu zeigen und lap­i­dar irgendwelche Gespräche zuzusagen, ist eine schwache Position.”

Beson­ders auf­fal­l­end sei dies im aktuell von der Plat­tform „stopptdierechten.at” recher­chierten Fall eines Kan­di­dat­en der FPÖ in Draßburg. Petrik hat sich in Draßburg umge­hört und ist überzeugt: „Dass die FPÖ ihren Kan­di­dat­en nicht gut gekan­nt haben soll, ist ein­fach lächer­lich. Der Herr ist orts­bekan­nt, hat offen gegen den früheren Bürg­er­meis­ter gehet­zt und macht am Wirtshaustisch und im Kaf­fee­haus keinen Hehl aus sein­er Weltan­schau­ung. So jeman­den nimmt man ein­fach nicht auf die Wahlliste und spielt dann die Ahnungslosen. Ich geste­he ein­er Lan­despartei zu, dass sie nicht jeden Kan­di­dat­en auf ein­er Gemein­de­wahlliste ken­nen kann, aber der Draßburg­er Kan­di­dat ist nicht neu bei der FPÖ und der Ort­sob­mann der FPÖ Draßburg hat seine ver­het­zende Ein­stel­lung auch nie ver­bor­gen. Dazu muss man nur auf dessen Face­book-Seite schauen. Schließlich kommt auch FPÖ-Obmann und Lan­deshaupt­mann-Stel­lvertreter Johann Tschürtz aus dem­sel­ben Bezirk. Da ken­nt man einan­der.”

Regi­na Petrik ver­langt von der FPÖ Bur­gen­land eine klare Absage an Ver­het­zer, Recht­sradikale und Men­schen, die dem NS-Gedankengut nah­este­hen. „Es wirkt wenig überzeu­gend, erst auf Nach­frage zuzusagen, einem Mann, der wieder­holt mit dem Gesetz in Kon­flikt ger­at­en ist, in einem Gespräch etwas nahezule­gen. Die FPÖ muss ihren Fehler bei der Lis­ten­er­stel­lung eingeste­hen und von dem Mann ver­lan­gen, im Falle ein­er Wahl, das Man­dat nicht anzunehmen. Sollte dieser auch noch FPÖ-Mit­glied sein, müsste er umge­hend aus der Partei aus­geschlossen wer­den. Alles andere wäre unglaubwürdig.”

Die SPÖ Draßburg schweigt auffallend.