Wiener Neustadt: Zehn Monate bedingt für Wiederbetätigung

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Weil er vor Jah­ren als Mit­glied in einem Nazi-Forum unter­wegs war, dort ein­schlä­gig gepos­tet und auch Geld gespen­det hat­te, muss­te sich der Ange­klag­te (24) aus Gun­trams­dorf am Mon­tag vor einem Geschwo­re­nen­ge­richt in Wie­ner Neu­stadt wegen des Ver­dach­tes auf NS-Wie­der­be­tä­ti­gung ver­ant­wor­ten und wur­de auch schul­dig gespro­chen: zehn Mona­te bedingt, die aller­dings noch nicht rechts­kräf­tig sind.

In wel­chem Forum der mitt­ler­wei­le arbeits­lo­se Gun­trams­dor­fer aktiv war, geht aus den Berich­ten in „heu­te“ (1.3.16) und der „NÖN“(2.3.16) nicht her­vor. Es dürf­te sich ent­we­der um das „thiazi“-Forum oder um das der „Natio­na­len Revo­lu­ti­on“ gehan­delt haben. Jeden­falls war der Gun­trams­dor­fer dort mit Geburts­tags­wün­schen an Hit­ler und auch mit Text­zi­ta­ten von „Stahl­ge­wit­ter“ , einer deut­schen Nazi-Rock-Band ver­tre­ten. „Du glaubst, die deut­sche Wehr­macht war eine Ver­bre­cher­ban­de. Glaubst’ an Lei­chen­ber­ge, glaubst’ alles, was sie dir in den Schä­del bla­sen, glaubst’ an den Weih­nachts­mann und den Oster­ha­sen …“, war eines die­ser Zitate.

Der Ange­klag­te bekann­te sich schul­dig im Sin­ne der Ankla­ge, gab vor Gericht an, dass er sich für Geschich­te inter­es­siert habe und sich dabei von rechts­extre­men Sei­ten beein­flus­sen ließ, die von den Lügen der Medi­en und der Poli­tik geschrie­ben hät­ten. Vom Forum habe er sich schon distan­ziert, noch ehe er auf­ge­flo­gen sei.