Als die Sicherheitskräfte am Ostersonntag am Fundort der Leiche eines 25-Jährigen in Nepzin eintreffen, sind auch junge Männer mit auffälligen Tattoos anwesend. Pressevertreter aus der Region werden um „Zurückhaltung“ gebeten. Von anwesenden Neonazis soll die Rede gewesen sein. Ein Fotograf fährt dennoch in das kleine Dorf nahe Wolgast. Seine Bilder zeigen die Männer im Hintergrund. Angeblich gehören sie zur Feuerwehr. Doch ebenso gut könnten sie auch dem Eigentümer des Grundstücks beistehen. Einer von ihnen trägt ein auffälliges Shirt und blickt argwöhnisch in die Kamera. Regionale Medien berichten darüber, dass der Bauunternehmer René M. bei Reinigungsarbeiten am Ostersonntag eine stark verweste Leiche in Winterkleidung in seinem Brunnenschacht gefunden haben will. Der Tote trug Winterkleidung, noch unklar ist die Todesursache. Seither hüllt sich die Polizei in Schweigen.
Der Fall könnte einige politische Brisanz besitzen, denn nicht nur der Finder sondern auch der Tote weisen Verbindungen nach rechts auf. Bei dem Toten handelt es sich um den polizeibekannten Erfurter Straftäter Brian Roger K. Er fiel 2005 wegen Verstoß gegen das Waffengesetz, 2007 wegen Drogendelikten, Einbruch und Körperverletzung auf. K. verbüßte Haftstrafen unter anderem in der Justizvollzugsanstalt Gräfentonna. 2013 soll er aus einer Entziehungseinrichtung im Ort Allstedt in Sachsen-Anhalt entwichen sein.
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