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Meta-Daten, ja und?

Digitale Fotos, die wir mit dem Handy oder auch mit der Digitalkamera machen, enthalten in der Regel so genannte Meta-Daten (EXIF-Daten), die u.a. Aufschluss darüber geben, wo wann mit welchem Gerät ein Foto gemacht wurde. Unter Umständen lassen diese Informationen Rückschlüsse auf euch zu (Art/Wert der Kamera, verwendete Objektive, usw.) Gleiches gilt für PDFs, wo Meta-Daten Auskunft z.B. über Scanner, PDF-Programm, Betriebssystem, usw. geben. Um auf Nummer sicher zu gehen und keine unnötigen Informationen über dich selber Preis zu geben, raten wir dazu, diese Daten zu löschen, bevor ihr Fotos bzw. Dokumente veröffentlicht, egal ob dies über social media, Zeitungen oder uns geschieht. Bestimmte Programme zur Fotobearbeitung oder zur PDF-Ansicht entfernen die Dateien automatisch bzw. bieten Optionen dafür. Auch manche Betriebssysteme erlauben von Haus aus Möglichkeiten zum Löschen von Meta-Daten bzw. EXIF-Daten.

Bilder / Windows:

Das Windows-Betriebssystem (außer Windows 10) lässt im Dateimanager das Löschen zu: „Eigenschaften“ / „Details“ / „Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen“. Wer Win10 benützt braucht ein Programm (z.B. GIMP), auch gibt es eigene Programme die die EXIF-Daten automatisch bei mehreren Bildern löscht.

Bilder / Apple:

Leider ist es nicht so einfach möglich, über dieses Betriebssystem Meta-Daten zu löschen. Du müsstest dir hierfür ein Programm (z.B. Exif Tool) installieren.

Bilder / Linux (z.B. Ubuntu, usw.):

Für Ubuntu gibt es unterschiedliche Programme (z.B. das Metadata Anonymisation Toolkit) oder Standardprogramme (z.B. GIMP).

PDFs / Windows&Apple&Linux:

Mit eigenen Programmen (z.B. ExifTool) kannst du nicht nur Metadaten aus Bildern, sondern auch aus PDF-Dateien entfernen.

Android & iphone:

Auch hier lassen sich zahlreiche Apps finden, die Meta-Daten löschen bzw. bereits im Vorhinein verhindern, dass diese gespeichert werden.

Wie mache ich einen Screenshot?

Ein Screenshot ist ein so genanntes Bildschirmfoto bzw. eine Kopie des Computerbildschirms. In der Rechtsextremismusrecherche benötigen wir Sreenshots einerseits um bestimmte Artikel, Kommentare etc. zu dokumentieren, andererseits aber auch als Beweise (für Prozesse, usw.). Daher ist es wichtig, dass du belegen kann, wann du einen Screenshot gemacht hast. Dafür lohnt es sich, dass die Aufnahmen einen Zeitstempel enthalten, beispielsweise in dem du auf deinem Computer Datum und Uhrzeit sichtbar eingestellt hast, so dass beide Daten in jeder Kopie deines Bildschirms zu sehen sind. Screenshots können leider auch zu Urheber_innenrechtsproblemen führen. So darf man beispielsweise nicht einfach einen Screenshot von einem Foto/Bild machen, dessen Rechte eine andere Person hat und dieses dann veröffentlichen – wobei es für diese Regel in besonderen Fällen Ausnahmen gibt.

Windows:

mit eigenen Programmen oder über die Standardprogramme (Datum- und Uhrzeit ausklappen, auf Tastatur „Druck/Print“ betätigen, Paint öffnen, Einfügen, Beschneiden, Speichern).

Linux (z.B. Ubuntu, usw.):

mit eigenen Programmen oder über die Standardprogramme (Uhrzeitanzeige ausklappen, auf Tastatur „Druck/Print“ betätigen, Speicherort für Screenshot festlegen und speichern)

Apple:

mit eigenen Programmen oder über die Standardprogramme (Tastenkombination Cmd + Shift + 3 betätigen, das Bild liegt dann am Schreibtisch)