Filter Schlagwort: Antisemitismus

Pseudo-Interviews: Wer spricht mit „Info-Direkt“?

Das Magazin „Info-Direkt“ wird vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als das aktuell wichtigste rechtsextreme Printmedium in Österreich eingeschätzt. Auf Facebook ist es inzwischen gesperrt. Dennoch finden sich in dem Blatt immer wieder Interviews mit PolitikerInnen aus allen Parteien. Warum ist das so?

Wochenschau KW 49/19

Ein „karmisch“ gesteuerter Hilfssheriff musste sich in Linz vor Gericht verantworten. Was wie ein Filmmix aus Hollywood und Bollywood klingt, spielt in der heimischen Szene der Staatsverweigerer. Ein Student, der Schießübungen aus physiotherapeutischen Gründen gemacht haben will und zu dem Zweck seine Waffe mit auf die Uni schleppte, kassierte eine bedingte Haftstrafe. Und ein 19-jähriger… Weiter »

Das harte Los der FPÖ-Vorsitzenden

Die FPÖ ist gerade dabei, ihren langjährigen Parteivorsitzenden Strache aus der Partei auszuschließen. Es ist ein sehr ungewöhnlicher und massiver Schritt, wenn eine Partei ihren Chef ausschließt – aber es kommt schon mal vor. Wenn eine Partei aber gleich mehrmals ihre Vorsitzenden ausschließt oder die Vorsitzenden freiwillig vor ihrer Partei flüchten, dann könnte möglicherweise auch… Weiter »

Die schweigenden Schwaben zu Innsbruck

Die akademische Burschenschaft Suevia in Innsbruck wird immer wieder beispielhaft als eine Burschenschaft genannt, die vorbildlich ihre Vergangenheit aufgearbeitet habe. Davon ist nichts zu merken, wenn man die Website der Suevia aufruft. „Herausragende Persönlichkeiten der Politik, Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Forschung“ seien aus ihren Reihen hervorgegangen, schreiben die Sueven in der Rubrik „Über uns“. Welche,… Weiter »

Das Heeresgeschichtliche Museum in Turbulenzen

T-Shirt zum Verkauf: "Legenden sterben nicht – Deutsche Wehrmacht" (© SdR)

Seit unserer fünfteiligen Serie über die Missstände im Heeresgeschichtlichen Museum (HGM) ist die rechte Normalität dort etwas ins Wanken gekommen: Kommissionen, Untersuchungen des Rechnungshof und parlamentarische Anfragen suchen das ehrwürdige Haus nun heim. Medial ist das Thema hingegen weitgehend von der Bildfläche verschwunden. Dies betrifft insbesondere die parlamentarische Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Sabine Schatz und deren… Weiter »

Staatsverweigerer-Szene: Schusswaffen, Bombenanleitung und Rechtsextremismus

Authentitätskarte Staatenbund (Screenshot von der Website des Staatenbundes)

Die Antworten auf eine Anfrage zur Szene der Staatsverweigerer in Österreich sollten durchaus eine breitere Öffentlichkeit interessieren. Denn Minister Peschorn gab eine Zahl von rund 3.000 Personen an, die der Szene zurechenbar seien und beachtliche 1.782, die Mitglieder des nunmehr aufgelösten „Staatenbund Österreich“ gewesen sein sollen und nicht verschwunden sind. Bei Durchsuchungen wurden Schusswaffen und… Weiter »

Wochenschau KW 47/19

Ekelhafte, als „Witz“ verbrämte Nazi-Chats kursieren offenbar wieder einmal an einer Uni, konkret an der Physik-Fakultät der Uni Wien. Witzig ist daran nichts, die Screenshots offenbaren nur Widerliches. Die FPÖ muss wieder einmal zahlen, diesmal an einen ORF-Journalisten, an dem sich der blaue Ex-Mediensprecher Jenewein in einer Presseaussendung abgearbeitet hatte. In Tirol kämpft ein deutscher… Weiter »

Deutsche Burschenschaft: Die missbrauchten Kronzeugen

Burschenschafter Mensur

Vor allem deutsch-völkische Burschenschaften in Österreich brüsten sich gerne bei allen unpassenden Gelegenheiten mit Persönlichkeiten, die man eigentlich nicht in ihren Reihen vermuten würde. Victor Adler Gründer der österreichischen Sozialdemokratie, wird da ebenso gerne angeführt wie Michael Häupl, der Wiener Altbürgermeister, die Schriftsteller Heinrich Heine und Hermann Bahr oder auch Theodor Herzl, Begründer des politischen… Weiter »

Werner Kogler, Max Weber und die Burschenschaft

Der Chef der Grünen, Werner Kogler, hat mehrmals den deutschen Soziologien Max Weber (1864 -1920) mit dessen Unterscheidung von Gesinnungs- und Verantwortungsethik zitiert und interpretiert. Das wäre eigentlich nicht besonders aufregend, aber den Redakteur Alexander Purger von den „Salzburger Nachrichten“ hat es sehr berauscht. Weil er Max Weber für einen gestandenen Burschenschafter hält. Das ist… Weiter »

Mölzer, die „Volksgemeinschaft“ und der „Bevölkerungsaustausch“

Im Zuge der neuen Liederbuch-Affäre um den Nicht-Distanzierer Wolfgang Zanger behauptet Andreas Mölzer in einer TV-Diskussion, dass die FPÖ den Begriff „Volksgemeinschaft“ nicht mehr verwende. Außerdem veröffentlicht er in seiner Wochenpostille „Zur Zeit“ ein Positionspapier, qua welchem sich die deutschnationalen Burschenschaften von jedem Chauvinismus, Rassismus und Antisemitismus distanzieren sollen. Wie ist das einzuschätzen?