Filter Schlagwort: Antisemitismus

Rechtsextremismus und Corona-Krise: neues Thema, alte Muster

Dass die Corona-Krise für Rechtsextreme Anlass ist, alte und neue Verschwörungstheorien zu lancieren und Stimmung zu machen, ist nicht weiter erstaunlich. Einig ist man sich dabei jedoch nicht, denn Widersprüche gibt es zuhauf. Aber es gilt das Motto: Was dem eigenen Narrativ auch nur irgendwie nützen könnte, wird hinausposaunt. Antisemitismus und Rassismus erleben auch hier… Weiter »

Das Virus in „Zur Zeit“

Das völkische Wochenblatt „Zur Zeit“ instrumentalisiert die Covid19-Krise für die Verbreitung von rechtsextremer Desinformation und Verschwörungstheorien. Gleichzeitig profitiert die Kampfpostille massiv von der Medienförderung, die im Kontext der Pandemie-Maßnahmen im Parlament beschlossen wurde. Wie immer reicht ein kurzer Blick aus (diesmal auf die Online-„Berichterstattung“ der Zeitung), um aufzuzeigen, wie skandalös diese staatliche Förderung ist.

Videotipp: „Verschwörungstheorie: Der große Austausch“

Der AfD-Abg. Hans-Thomas Tillschneider über die Drahtzieher des vermeintlichen "Bevölkerungsuastausches": u.a. der Zentralrat der Juden (Screenshot "Verschwörungstheorie: Der große Austausch")

Spätestens seit dem Attentat in Christchurch ist er in aller Munde: der von den Identitären geprägte Begriff vom „Großen Austausch“, der da angeblich voll im Gange sei. Demnach bestünden gezielte Pläne, die Bevölkerung der westlichen Welt gegen Millionen von Migrant*innen zu ersetzen. Die zitierten Pläne und Drahtzieher sind so variabel, wie jegliche Plausibilität dafür fehlt, wie… Weiter »

Gedenkkultur: Kein Lernen aus der Geschichte!

Eva Blimlinger anlässlich der Zehnjahres-Feier Verein "IM-MER Maly Trostinec erinnern" (Foto © Niki Kunrath)

Am 8. März fand im Wiener Rathaus eine Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Vereins „IM-MER Maly Trostinec erinnern“ statt. Die Festrede hielt die Historikerin und Nationalratsabgeordnete Eva Blimlinger. Sie stellt unsere gewohnten Formen von Gedenkkultur infrage und fordert: „Wir müssen viele Weg gehen und neue Wege anlegen, und wir müssen auf die Wege gehen, wo… Weiter »

Doku: Die Legende vom Einzeltäter – rechter Terror in Europa

Deutschland scheint spätestens jetzt aufgerüttelt zu sein und beschäftigt sich mit Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus. Doch es ist bei weitem nicht nur eine deutsche Angelegenheit, wie die sehenswerte Doku „Die Legende vom Einzeltäter – rechter Terror in Europa“ eindrucksvoll belegt.

Wochenschau KW 10/20

Tätlicher antisemitischer Angriff auf einen Jugendlichen in Graz, die massive Beschädigung eines Mahnmals für Roma und Sinti in Salzburg und die FPÖ, die wieder einmal eine „Schmutzkübelkampagne“ wittert, wenn’s um einen „Einzelfall“ bei ihr geht; dabei zwar keine Erklärungen liefert, dafür aber Medien mit juristischen Konsequenzen droht.

„Die Grenzen der Demokratie“: nicht vergnügungssteuerpflichtig

Wie reagiert die österreichische Gesellschaft auf rechtsextreme Positionen? Welche Bedeutung haben sie und wie gehen die Abgeordneten im Nationalrat damit um? Eine Antwort auf diese Fragen gibt der Wiener Politikwissenschaftler Matthias Falter in seiner als Buch erschienenen überarbeiteten Dissertation über die „Grenzen der Demokratie“. Vergnügungssteuer musste er nicht bezahlen für die mühsame Aufarbeitung der Auseinandersetzungen… Weiter »

Kärnten-Koroška 2020: Kein Grund zum Jubeln.

Veranstaltung am 19. Mai 2017, Töschling (Gemeinde Techelsberg): Enthüllung der Tafel zum Gedenken der Zeugen Jehovas mit Peter Gstettner (wikipedia, Niki.L)

Wie die Nebelschwaden der Selbstbeweihräucherung zur Bewusstseinstrübung und zum Aufschwung des Neofaschismus geführt haben. Ein Gastbeitrag von Peter Gstettner.

Neonazis als „junge Idealisten“ – Ein Blick in den aktuellen „Eckart“

Das rechtsextreme Periodikum „Der Eckart“ hat sich im September 2019 einen Relaunch gegönnt und tritt nun deutlich aggressiver auf als zuvor. Diese Entwicklung ist einem Führungswechsels an der Spitze der Trägerorganisation (der Österreichischen Landmannschaft/ÖLM) zu verdanken: Deren neuer Obmann Erich Danneberg hat einen „Neustart“ ausgerufen. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) hat bereits über die… Weiter »

Die unrühmlichen Gothen

Türschild der Burschenschaft Gothia Wien

Korporationen, die sich Gothia nennen, gibt es einige in Österreich. Uns interessiert hier aber eine ganz spezielle, die akademische (und schlagende) Burschenschaft Gothia zu Wien (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen katholischen Verbindung). Sie ist im sehr rechten Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ organisiert und dort wiederum zusätzlich in der rechtsextremen Pressure-Group „Burschenschaftliche Gemeinschaft“. Die Neonazi-Enzyklopädie Metapedia… Weiter »